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W.I.L.D. - Mpolo Beats

Hallo Leute

Eine Kolumne von Mpolo

Hallo Leute, ich stelle mich mal kurz vor. Ich bin der Mpolo, 27 Jahre alt und wohne in Düsseldorf. Normalerweise bin ich beschäftigt als Musikproduzent und Beatmacher unter dem Künstlernamen Mpolo Beats. Die Genres in denen meine Produktionen gehen sind vorwiegend Hiphop, R&B und Pop.




Ich soll hier einfach eine Art Seelenstrip hinlegen und frei von der Leber aus meiner Sicht als Musiker erzählen, deswegen erwartet keine besonderen Schreibkünste von mir. :-)

Ich bin kein Schreiberling.
Was sind meine Motive Musik zu hören?
Also welche Gründe habe ich und warum höre ich bestimmte Sachen und einige nicht.

Es gibt ja immer diese Leute, die sich wundern, warum man denn als Hiphop-Producer solche Musik hört. Die sich wundern, warum ich auch Mal gerne Eurodance oder Metal anhöre. Man würde es nicht erwarten, da man ja nur Hiphop Beats raus bringt.

Naja, als Künstler, bzw. ich als Künstler, brauche manchmal Abwechslung um den Kopf freizubekommen. Wie soll man einen einzigartigen Stil entwickeln, wenn man permanent nur die Musik der anderen Rap/R&B Kollegen hört.

Nicht falsch verstehen, ich höre privat viel Rapmusik, nur wenn ich auf Hiphop-Konzerte gehe, kann ich das oft nicht einfach genießen, da ich da immer mit einem analytischen Ohr zuhöre.

Wenn ich auf einem Rock-Konzert bin oder auf einem Electro-Festival, kann ich total abschalten und einfach Fan sein, da ich sozusagen ein Außenstehender bin und keine Einblicke in dieser Szene habe. Aber ich denke, viele Leute sind mittlerweile so offen und hören die Musik, die ihnen gefällt - Genreübergreifend.

Für mich spielt es oft eine große Rolle, dass die Musik einen gewissen Unterhaltungsfaktor haben muss. So höre ich dann auch ab und zu Sachen, die meiner Meinung nach nicht perfekt produziert sind, dafür aber gute Laune machen und Textzeilen haben, die einem zum Lachen bringen.

Künstlerische Freiheiten sind schon was Gutes.

Mir ist es dann auch egal was Jemand sagt. Etwa, dass der Künstler doch scheiße sei oder in Bezug auf Rap den Takt nicht zu 100% trifft. Danach selektiere ich oft die Künstler, mit denen ich was mache. Es nützt mir nicht, wenn Rapper „XY“ eine super Reimtechnik hat, aber klingt wie jeder dritte andere Rapper.

Die Individualität und das Selbstbewusstsein einfach das zu machen, auf das man Bock hat, zeichnet einen Künstler aus.

Wenn ich mich mit Leuten unterhalte, die keine Musik machen und ich frage sie, wie sie einen bestimmten Sänger finden, höre ich ab und zu, dass sie als Hörer ja keine Ahnung haben, weil sie keine Fachleute sind.

Das kann ich so nicht bestätigen. Im Endeffekt entscheidet jeder Hörer ja für sich, ob und wen er hören möchte und hat dann soviel Ahnung, dass er sagen kann ob er ihn gut oder kacke findet.

Dann gibt es ja noch Songs, bei denen man sagt „ja genau so fühle ich mich gerade auch“ oder „die Meinung vertrete ich auch“. Also man identifiziert sich mit dem Text.
Manchmal findet man die Person, also den Künstler an sich, so interessant, dass man sich gerne mehrere Sachen von ihm anhört und sich mit ihm beschäftigt und so weiter und sofort.