03.06.2015

Er ist in aller Munde – im Radio, im Internet sind seine ersten Videos, sein Debutalbum „ Hoffnungslos Hoffnungsvoll“ ist in den Charts und die erste Clubtour war direkt ausverkauft. Die Fortsetzung gibt es bereits im Herbst mit etlichen Zusatzterminen.


Joris ist 25 und kommt aus Bielefeld. An seinem Debutalbum hat er über vier Jahre gearbeitet und später kamen 1,5 Jahre Studioarbeit dazu. Es sind Songs voller Emotionen, melancholisch, traurig, manche voller Schmerz, aber trotz allem hoffnungsvoll, mit viel Lebensfreude und einem freudigen Lichtblick. Seine Lieder gehen direkt unter die Haut und ins Herz und seine leicht raue Stimme bleibt im Ohr.

Als Vorgruppe stimmt am 03.Mai „Max im Parkhaus“ mit einigen Songs am Klavier das Publikum im Kölner Underground auf Joris ein. Joris betritt mit seiner Band die Bühne, begrüßt sympathisch das Kölner Publikum und die ersten Töne von „Schnee“ erklingen. Das Publikum singt von Anfang an textsicher mit, lässt sich mitreißen - klatscht und geht mit. Er hat die überwiegend weiblichen Zuhörer direkt auf seiner Seite. „Das ist so surreal für mich“. Joris kann den Erfolg und Rummel um seine Person noch gar nicht richtig realisieren. Der smarte Musiker ist bescheiden und wäre genauso begeistert, wenn er vor 20 Leuten seine Musik spielte. Am Ende verlangen alle lauthals eine Zugabe!

Joris wurde herzlich vom Publikum gefeiert. Man hatte das Gefühlt, er hätte den ganzen Abend spielen können und die Leute wären nicht nach Hause gegangen. Ein gelungener erster Auftritt in Köln des Solokünstlers mit seiner Band, die seit drei Jahren fest zu seinem Team gehört. Im Interview vor dem Konzert im Kölner Underground plauderte Joris über seine Musik, wie er dazu gekommen ist, seinen Erfolg und warum es keinen Plan B gibt.

Wie er uns erzählt, kam er zur Musik über seinen Cousin, der gegenüber gewohnt hat und eine Art großer Bruder für ihn ist. Er spielt Schlagzeug. Das begeisterte Joris so sehr, dass er von seinen Eltern mit fünf Jahren sein erstes Schlagzeug bekommt. „Ich hab fanatisch stundenlang gespielt, vor allem Blues Brothers. Mein Vater ist ein großer Fan. Titel 10 von der Live CD ist ein zehn Minuten Track, denn man wunderbar trommeln kann“ Später kam Klavier und Gitarre dazu. Joris schreibt alle seine Songs alleine und komponiert auch.

Die meisten würden Joris in eine Schublade mit Clueso oder Casper stecken, was er ziemlich amüsant findet, denn er muss sich mit Niemand vergleichen: „Ich bin so wie ich bin“
Joris war sehr ambitioniert diese Clubtour zu machen, obwohl man ihm davon abgeraten hat, weil es einfach zu früh sei. Trotzdem ließ er sich nicht von dieser Idee abbringen. Doch wie man sieht, hatte er diesbezüglich das richtige Gefühl. Alle seine Konzerte waren direkt ausverkauft. Anfangs war geplant, dass er im Kölner Studio 672 spielt.

Durch den Hype um seine Person wurde dieses schnell ausverkauft, dadurch wurde das Konzert in das größere Under-ground verlegt. Wer dieses Konzert verpasst hat, keine Karte ergattern konnte, oder schlicht einfach gerade von ihm erfährt und neugierig ist, darf sich freuen, denn am 10.Oktober spielt er wieder in Köln im Stollwerk. Vor dem zweiten Teil seiner Clubtour darf man sich vorher schon auf Joris bei diversen Events und Festivals freuen.

Joris ist überzeugt von dem was er macht. Wie bereits erwähnt, ließ er sich trotz aller Einwände nicht davon abbringen diese Clubtour zu machen. An seinem Album hat er ehrgeizig mehrere Jahre gearbeitet – man dürfte mutmaßen, er sei perfektionistisch und etwas stur oder schlichtweg fokussiert und weiß was er will. Es ist im April direkt auf Platz 3 in den Charts gelandet. Das ist ein klarer Beweis, dass er alles richtig gemacht hat. Für ihn ist eins ganz klar: „ Plan B gibt es nicht. Wenn es den gäbe, würde ich das dann nicht machen, was ich mache. Ich genieße das gerade und bin sehr glücklich.“

Text: Sylwia Jedryka


JORIS
Hoffnungslos Hoffnungsvoll
Four Music (Sony Music)



Fotos:
© Sylwia Jedryka


 

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