03.07.2015

Familienfest der Elektromusik
48.000 feiern friedlich bei Ruhr-in-Love

Viel Sonne und ein reibungsloser Ablauf im Oberhausener OlgaPark. Eine Störung bei der Bahn sorgt für Verzögerungen bei der Anreise.


Als am Samstagabend um 22.00 Uhr der letzte Bassschlag im Oberhausener OlgaPark verstummte, ging die dreizehnte Ruhr-in-Love mit einem Besucherrekord friedlich zu Ende. Ab zwölf Uhr mittags feierten 48.000 Besucher bei tollem Wetter und Sonnenschein zehn Stunden lang zu allen Arten elektronischer Musik. Über 400 DJs und LiveActs spielten auf 40 Open-Air-Bühnen. Nach 22 Uhr zog es die Besucher zu einer der zahlreichen AfterParties. Während der Anreise kam es kurz vor Duisburg kurzzeitig zu einer Sperrung der Bahnstrecke. Das konnte aber nicht den positiven Eindruck trüben, der nicht zuletzt mit der tollen Organisation der Veranstalter zu tun hatte. So gab es keine langen Wartezeiten in Sachen Getränke und Essen und auch sonst nirgendwo lange Warteschlangen.

Die Veranstalter bezeichnen das Festival Ruhr-in-Love als „Das Familienfest der elektronischen Musikszene“. Bei schönem Sommerwetter präsentierten sich Clubs, Magazine, Labels und Veranstalter auf ihren selbst gestalteten Floors. Zu den Highlights in diesem Jahr zählten Auftritte von bekannten Künstlern wie den Chartstürmern „Gestört aber GeiL“, Shootingstar Oliver Heldens oder Techno-Queen Klaudia Gawlas. Musikalisch wurde die ganze Bandbreite elektronischer Musik, wie House, Techno, Dubstep, Hardcore, u.v.a.m., geboten. Auch in diesem Jahr gab es ausgewogene Mischung aus Newcomer, Underground und Stars. Auf den Bühnen wurde aber nicht nur musikalisch eine Menge beboten. Es gab auch eine tolle Lichtsshow und eine sehr hübsche Dekoration.

Bei der Anreise kam es auf der Bahnstrecke zwischen Düsseldorf und Duisburg zu Verzögerungen. Ein Regionalexpress musste nach Informationen der Bundespolizei vor dem Hauptbahnhof Duisburg aus bahnbetrieblichen Gründen auf freier Strecke anhalten. Es wurde demnach nicht, wie in einigen Medien berichtet, von Ruhr-in-Love-Besuchern während der Fahrt die Notbremse gezogen. Der vollbesetzte Zug stand mehrere Minuten im Gleis, als die Notentriegelung der Türen betätigt wurde, woraufhin viele Reisende den Zug verließen. Als Gründe für die Öffnung der Türen wurden von Mitreisenden u.a. gesperrte Toiletten und schlechte Luft im Zug genannt.

Die Bundespolizei sperrte in der Folge den Streckenabschnitt zwischen Düsseldorf und Duisburg. Nachfolgende Züge mussten ebenfalls auf offener Strecke anhalten, auch hier wurden teilweise die Türen entriegelt und Fahrgäste verließen die Wagen. Nach ca. einer Stunde hatten die Sicherheitskräfte den Gleisabschnitt geräumt, die Strecke wurde wieder freigegeben. In Zusammenarbeit von Deutscher Bahn, Bundespolizei, Nordwestbahn und dem Veranstalter von Ruhr-in-Love wurden im Vorfeld als Teil des Verkehrskonzeptes die Kapazitäten zahlreicher Bahnverbindungen deutlich aufgestockt, unter anderem gab es verschiedene Sonderzüge.

Oliver Vordemvenne vom Ruhr-in-Love-Veranstalter I-Motion resümiert: „Wir sind sehr glücklich mit dem Ablauf von Ruhr-in-Love. 48.000 entspannte Besucher, tolles Wetter, keine nennenswerten Zwischenfälle im OlgaPark und dem Stadtgebiet Oberhausen. Die Zusammenarbeit mit der Polizei Oberhausen, der Bundespolizei, den verschiedenen involvierten Behörden der Stadt Oberhausen, der Feuerwehr und den Johannitern sowie der Stoag, der Nordwestbahn und der Deutschen Bahn war höchst professionell und sehr partnerschaftlich. Auch das An- und Abreise-Konzept hat sehr gut funktioniert. Ohne die Störung bei der Bahn hätten wir auch hier einen reibungslosen Ablauf gehabt – was kein Vorwurf in Richtung Bahn ist, solche Dinge passieren. Wir freuen uns schon auf das kommende Jahr, da wir uns hier in Oberhausen absolut willkommen fühlen. Und wie man anhand der Zahlen sieht, geht es den Besuchern genauso.“


PHOTO CREDIT: I-Motion GmbH (1,2,4) / Sylwia Jedryka (3,5)