28.01.2016

Johannes Meißner - Regenbogenmalmaschine

Von Claudia Mann


© facebook.com/johannesmeissner

Mit „Regenbogenmalmaschinen“ erscheint Debütalbum des Berliner Musikers Johannes Meißner. Die Mischung aus anspruchsvollen Texten und einer unverwechselbaren musikalischen Umsetzung machen dieses Album schon jetzt zu einem Höhepunkt im Musikjahr 2016.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




JOHANNES MEISSNER
Regenbogenmalmaschine

Membran (Membran)

 



Johannes Meißner ist ein Mann voller Fantasie und Wortwitz. Wie könnte man sonst sein Album mit einem so poetischen und bezaubernden Titel wie „Regenbogenmalmaschine“ versehen. Diese Liebe mit Worten zu spielen zieht sich wie ein roter Faden durch das Debütalbum des Berliner Musikers. Johannes Meißner ist jedoch kein unbeschriebenes Blatt in der Musiklandschaft. Seine musikalischen Anfänge liegen im HipHop. Das mag auch den ersten Blick verwundern. Doch es ist konsequent, wenn man erkennt, wie gerne er mit Worten spielt und diese mit Musik verbindent.


© facebook.com/johannesmeissner

Seine erste Band trug den Namen „m.on.k.“. Die Abkürzung steht für "Musiker ohne nötige Kompetenzen". Inzwischen hat sich eine Menge geändert. Die musikalische Kompetenz hat sich zweifellos eingestellt. Was geblieben ist, ist seine experimentierfreudige Herangehensweise an Musik. Das verdankt er sicher auch seinem Musikstudium an der Hochschule in Rostock. Johannes Meißner ist ein Suchender, der sich nicht zufrieden gibt mit ausgetretenen Pfaden. Er schreibt die Texte seiner Lieder selber und entwickelt die Musik anschließend am Klavier.

Doch Johannes Meißner ist kein Einzelkämpfer. Ihm zur Seite stehen Axel Meier am Schlagzeug, Maximilian Hirning am Bass und Lena Schmidt an den Keyboards. Das Resultat dieser musikalischen Zusammenarbeit kann man nun auf „Regenbogenmalmaschine“ bestaunen. Es ist ein deutschsprachiges Pop-Album voller Poesie, das sich musikalisch bewusst jeder Genre-Einordnung widersetzt. Dieses Album ist eine zarte Pflanze in einem Wald voller gleichförmiger Musik ohne Seele.