10.05.2017

Ein Setbesuch in Köln
Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft

Von Manuela Fritz


© 2017 Sony Pictures Releasing GmbH/Tom Trambow

Am 18. Januar 2018 erwartet uns etwas "Kleines" in den deutschen Kinos – nämlich die Miniaturversionen von Axel Stein und Julia Hartmann. Diese werden in der Fortsetzung der Komödie „Hilfe, ich habe meine Lehrerin geschrumpft!“ von ihrem Sohn Felix (Oskar Keymer) versehentlich auf Taschenformat reduziert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft
D 2018 | Sony Pictures Germany
Start: 19. Januar
.2018
Regie: Tim Trageser
Darsteller: Oskar Keymer, Anja Kling, Axel Stein


Für Felix (Oskar Keymer) läuft es eigentlich mittlerweile richtig gut am Otto-Leonhard-Gymnasium, wo noch immer der Geist des gleichnamigen Schulgründers (Otto Waalkes) herumspukt. Doch zu dem wohlwollenden Gespenst gesellt sich zum Leidwesen der Schüler auch der Geist der garstigen ehemaligen Direktorin Hulda Stechbarth (Andrea Sawatzki). Und auch zu Hause liegen die Dinge im Argen: Felix‘ Eltern Peter (Axel Stein) und Sandra (Julia Hartmann) wollen mit ihm nach Dubai ziehen, wo sein Vater ein neues Jobangebot hat. Felix wünscht sich, dass seine Eltern auch mal das tun, was er sich wünscht, und wie zuvor geht dieser Wunsch prompt in Erfüllung, als seine Eltern nach einer Begegnung mit Hulda ebenfalls geschrumpft werden. Fortan muss sich Felix nicht nur um seine Eltern kümmern, sondern auch erneut die Schule retten, denn Hulda hat die aktuelle Schuldirektorin Dr. Schmitt-Gössenwein (Anja Kling) gefangen genommen und möchte die Schule in ihre Gewalt bringen…


© 2017 Sony Pictures Releasing GmbH/Tom Trambow

Am 20. April durften wir Eindrücke vom laufenden Dreh in einem Gymnasium im Kölner Norden sammeln und den gut gelaunten Darstellern unsere Fragen stellen:

ANJA KLING

Anja - Du spielt die Rolle der Schuldirektorin Dr. Schmitt-Gössenwein. Wie würdest Du Deine Rolle beschreiben?

Ich war ja im ersten Teil auch schon dabei. Ich war die strenge, in sich gefangene, ja fast schon etwas böse Lehrerin, die auf Disziplin und Druck gesetzt hat. Und am Ende des ersten Teils gehe ich ja doch geläutert hervor und habe von den Kindern und auch von Otto Leonhard (Otto Waalkes, als Geist des Schulgründers) gelernt, dass man durchaus mit Lob jemanden motivieren kann. Und mit dieser Einstellung gehe ich in den zweiten Teil rein. Ich behaupte, dass Menschen sich nicht wirklich ändern, deshalb bleibt Dr. Schmitt-Gössenwein ihrem Charakter schon treu und ist nicht auf einmal eine ganze weiche, fröhliche Person. Sie ist immer noch in sich gefangen, aber sie denkt, dass sie plötzlich mit einer gepunkteten Bluse und roten Turnschuhen ein fröhlicher Mensch ist und versucht spaßig zu sein. Und dieser Versuch macht meine Rolle sehr lustig.

Was war der Reiz für Dich diese Rolle zu spielen?

Das Drehbuch und dass ich durch den ersten Teil wusste, was auf mich zukommt. Der Film ist Familien Entertainment, wie es mir gefällt und wie ich es mir auch mit meinen Kindern im Kino ansehen würde, weil gerade das Schulthema etwas ist, was uns alle ein Leben lang begleitet, zumindest, wenn man eigene Kinder hat. Auch wenn der Film diesmal „Hilfe, ich habe meine Eltern geschrumpft“ heißt, freue ich mich sehr trotzdem wieder dabei zu sein.

Wenn Du für einen Tag jemanden schrumpfen könntest, wer wäre das und was würdest Du mit der Person machen?

(lacht) Das kann ich nicht öffentlich sagen. Da habe ich Angst! Nein, es ist auch nicht so, dass ich ringsherum Feindbilder habe, die ich gerne loswerden möchte, aber wenn ich an meine eigene Schulzeit zurückdenke – da hätte ich bestimmt den ein oder anderen gerne mal geschrumpft – ohne Namen zu nennen.

Gibt es eine Traumrolle, die Du sehr gerne spielen würdest?

Diese Frage bekomme ich in der Tat oft gestellt. Ich kann sie aber nicht so pauschal beantworten. Es muss alles stimmen. Nicht die eine Rolle, sondern das Gesamtpaket ist ausschlaggebend. Wenn mir beispielsweise jemand die Rolle von Katharina der Großen in einem großen historischen Drama anbietet, mir aber das Buch nicht gefällt, dann nutzt mir diese Rolle auch nichts. Wenn aber aus meiner Sicht alles stimmig ist und der Regisseur einen guten Ansatz hat und wir beide dieselbe Vision haben, dann spiele ich gerne mit – ob nun Haut- oder Nebenrolle.

Du hast schon bei einigen Kinderfilmen mitgespielt. Ist das ein Genre, das dir besonders am Herzen liegt?

Ich arbeite gerne mit Kindern zusammen. Ich mag die Spontaneität und die Fröhlichkeit, die dadurch am Set Einzug erhält, das Unbeschwerte und Unbelastete. Und vielleicht darf ich auch viel bei solchen Filmen mitwirken, weil es zwischen Kindern und mir immer super funktioniert.

Lieblingswort
Apfelgriebsch - das Wort finde ich total lustig und ich frage mich, wer sich das ausgedacht hat (im mecklenburgischen Raum Bezeichnung für das Kerngehäuse des Apfels, Anm. d. Red.).

Lieblingsgeräusch
Meeresrauschen

Lieblingsschimpfwort
Wir sind beim Kinderfilm, das darf ich nicht sagen! (lacht) Ich schimpfe nie! (lacht noch mehr)


© 2017 Sony Pictures Releasing GmbH/Tom Trambow

ANDREA SAWATZKI

Andrea - Du spielst die Rolle der ehemaligen Schuldirektorin Hulda Stechbart. Wie würdest Du diese Rolle beschreiben?

Hulda Stechbart ist der Geist einer ehemaligen Direktorin von Felix‘ Schule. Sie ist vor 100 Jahren gestorben und taucht wieder auf, um die Schule zu übernehmen. Durch ihre plötzliche Wiedergeburt hat sie große Koordinationsschwierigkeiten mit ihrem Körper. Sie hat ständig Zuckungen und verliert schon mal ein Bein oder sie schielt. Sie zu spielen macht unendlichen Spaß, sie hat alles, was man sich als Schauspieler wünscht – man kann so richtig experimentieren ... Hulda - die liebe ich!

Macht es mehr Spaß böse oder sympathische Charaktere zu spielen?

Auf jeden Fall solche wie Hulda, weil man sich mal so benehmen kann, wie man es sonst nicht tun würde.

Es scheint aber gar nicht so einfach sein so zu tun, als würde einem ein Bein abfallen, oder?

Ja, es besteht immer die Gefahr, dass es einfach nur "gemacht" wirkt. Aber unser Regisseur Tim Trageser ist großartig!!! Er sieht alles und passt immer auf, dass die Figur trotz aller Handicaps authentisch rüberkommt.

Wenn Du die Möglichkeit hättest jemanden für einen Tag zu schrumpfen, wer wäre das und was würdest Du mit der Person/den Personen machen?

Menschen die eine Gefahr für den Weltfrieden darstellen, die würde ich schrumpfen und in einen Vogelkäfig sperren. Die kann man dann auch nicht hören, weil sie ganz leise sprechen.

Gibt es eine Traumrolle, bei der es dich reizt, diese zu spielen?

Hulda ist so eine Rolle. Ich wollte schon immer einmal in einem Kinderfilm mitspielen. Es hat bisher nie geklappt und deshalb bin ich umso mehr froh, dass sich dieser Traum mit „Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft“ erfüllt hat.

Sind in der Richtung weitere Projekte geplant?

Ich habe auf jeden Fall weiter Lust auf Kinderfilme, aber konkret geplant ist noch nichts. Als nächstes drehe ich eine Art Beziehungsdrama, übrigens wieder in Köln. :))

Lieblingswort
"Kaminfegerle" – ich komme ja aus Baden-Württemberg und "Kaminfegerle" sind diese blauen kleinen Hyazinthen. Das waren für mich als Kinder eine Art Wunderblumen, weil die über Nacht aufgegangen sind.

Lieblingsgeräusch
Vogelgezwitscher

Lieblingsschimpfwort
Vollpfosten


© 2017 Sony Pictures Releasing GmbH/Tom Trambow

AXEL STEIN UND JULIA HARTMANN

Wie würdet ihr Sandra und Peter Vorndran beschreiben?
Was für ein Typ sind Felix‘ Eltern?

Julia: Sandra ist sehr zielstrebig, geordnet und sie weiß, was sie will. Aber sie hat auch eine sehr liebevolle Seite. Eine liebevolle business-Frau würde ich sagen.

Axel: Peter Vorndran ist eher der Chaot. Er ist der Wurstwasser trinkende Architekt, der ganz komische Häuser baut, die keiner haben will (lacht). Er ist sehr jung geblieben und hat dadurch ein sehr cooles Verhältnis zu seinem Sohn.

Julia, wie ist es Axel als Ehemann zu haben?

Das ist sehr schön, weil Axel extrem lustig und ein sehr charmanter Kollege ist. Ich drehe gerne mit Axel.

Und bei dir Axel? Wie macht sich Julia als Ehefrau?

Ich wünschte, ich könnte das Gleiche sagen (lacht). Julia und ich verstehen uns wirklich sehr gut.

Julia: wir sind zwar sehr unterschiedlich, aber irgendwie funktioniert es trotzdem.
Axel: ja, es macht wirklich sehr viel Spaß mit Julia zu drehen.

Axel, Du blickst ja auch schon auf eine lange Karriere als Schauspieler zurück. Wie ist das? Wird man mit seinen Rollen erwachsen? Hättest Du Lust noch einmal eine Rolle wie in „Harte Jungs“ zu spielen?

Ich bin gar nicht abgeneigt noch einmal eine Teenie Komödie zu drehen, allerdings würde ich wohl mittlerweile nicht mehr als Teenie durchgehen (Julia lacht). Aber grundsätzlich ist mein Plan, mich breit zu fächern, was meine Rollenauswahl angeht. Ich habe auch kein Lieblingsgenre. Die Liste von dem, was geplant ist, ist noch ziemlich lang.

Lieblingsschimpfwort?

Axel: Rüpel
Julia: ich sage leider zu oft das englische Schimpfwort, das mit "F" anfängt.


© 2017 Sony Pictures Releasing GmbH/Tom Trambow

OSKAR KEYMER

Wie würdest Du Deine Rolle beschreiben?

Die Rolle Felix ist eine coole Rolle da Felix skaten kann und später Pilot werden möchte. Freundschaft ist ihm sehr wichtig und es macht mir richtig Spaß den Felix zu spielen.

Wie ist es in der Schule zu sein, aber nicht zum Unterricht zu müssen, sondern am Set zu sein und einen Film zu drehen?

Es ist schon irgendwie komisch an einer Schule zu sein ohne Unterricht zu haben, aber auch lustig, da sie komplett leer ist.

Wen würdest Du gerne einmal schrumpfen und was würdest Du mit der Person/den Personen machen?

Am liebsten würde ich meine richtigen Eltern mal schrumpfen und sie ein wenig ärgern. Ich würde sie ganz früh ins Bett schicken, sie in die Backofensauna stecken oder mal das Handy wegnehmen.

Hast Du ein schauspielerisches Vorbild?

Ich finde Axel Stein schon cool, er ist immer gut drauf, hat Spaß am Set und ist gut vorbereitet.

Was wolltest Du immer beruflich machen (abgesehen vom Schauspiel)?

Ich möchte, wie Felix auch, später Pilot werden und den A380 fliegen.

Wie lassen sich Schule und das Drehen vereinbaren?

Da ich für 2 Monate vom Unterricht befreit bin, muss ich alles am Wochenende nacharbeiten. Vokabeln lerne ich aber manchmal auch in den Pausen am Set.

Welche Projekte stehen als nächstes an?

Da ich als Felix sehr viele Drehtage habe, steht jetzt erst einmal kein neues Projekt an und ich konzentriere mich auf die Schule und meine Freunde.