16.05.2017

Plötzlich Papa

Von Patricia Hoß


© Tobis Film

Samuel lebt in Südfrankreich und genießt sein Single-Leben in vollen Zügen. Jeden Tag Sonne, Strand und Spaß – und bloß keine Verpflichtungen, bitte! Eines Tages jedoch taucht Kristin bei ihm auf, eine verflossene Liebschaft, mit einer süßen Überraschung im Arm: Gloria, seine Tochter, von deren Existenz er bislang nichts wusste.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 





Plötzlich Papa
F 2016 | Tobis (Vertrieb Universum Film)
: 12. Mai 2017
Regie: Hugo Gélin
Darsteller: Omar Sy, Clémence Poésy, Gloria Colston

 


Samuel (Omar Sy) lebt in Südfrankreich in den Tag hinein, genießt das Single-Dasein und geht jeder Verpflichtung und Verantwortung aus dem Weg. Sein süßes Leben wird jedoch unerwartet gestört, als seine Ex Kristin (Clémence Poésy) auftaucht und ihm seine kleine Tochter Gloria präsentiert, von deren Existenz Samuel bislang nichts wusste. Als Kristin sich über Nacht wieder aus dem Staub macht, lässt sie das Baby in Samuels Obhut zurück, der überhaupt nicht einsieht, warum er sich nun allein um das Kind kümmern soll. Er reist nach London, um die verschwundene Mutter zu suchen – erfolglos. Acht Jahre später lebt Samuel mit Gloria (Gloria Colston) in London und die beiden sind inzwischen unzertrennlich. Nie hätte der einstige Lebemann gedacht, dass er eines Tages einem geregelten Job nachgehen und Verantwortung übernehmen würde. Doch inzwischen ist er überglücklich, Glorias Vater zu sein. Aber dann erscheint Kristin auf der Bildfläche und fordert ihr Kind zurück…


© Tobis Film

Bei “Plötzlich Papa” handelt es sich um eine gefühlvolle, französische Komödie mit Omar Sy („Ziemlich beste Freunde“) in der Hauptrolle. Er spielt den Frauenheld Samuel, der unerwartet erfährt, dass er Vater geworden ist. Die Mutter des Kindes Kristin, gespielt von Clémence Poésy („Harry Potter und die Heiligtümer des Todes I und II“) lässt ihn mit dem Kind zurück. Anfänglich glaubt man sich in einem vorhersehbaren Film zu befinden, der jedoch schon bald eine unerwartete Wendung nimmt. Mehr als nur glaubwürdige schauspielerische Leistungen sehen wir neben Omar Sy und Clémence Poésy auch bei Gloria Colston, die Samuels und Kristins Tochter “Gloria” spielt. Sie ist in ihrer Rolle der Tochter so zuckersüß und überzeugend, dass einem das Herz beim Zuschauen aufgeht. Diese lebensbejahenden Bilder vermittelt Regisseur Hugo Gélin mit so viel Wärme und Ausdruck, dass man mit den Darstellern gleichzeitig lachen aber auch weinen kann. Mit einer Spiellaufzeit von 118 Minuten vielleicht etwas zu lang geraten, empfiehlt sich der Film für alle Fans von “Das Streben nach Glück”.