24.04.2017

Mia Aegerter

Von Richard-Heinrich Tarenz


© Sophie Records

Mit „Nichts für Feiglinge“ erscheint das erste Album von Mia Aegerter auf Hochdeutsch. Die Schweizerin mit der eindringlichen Stimme besticht durch intelligente Texte, die unter die Haut gehen. Hier ist nicht gekünstelt oder gar unglaubwürdig. Diese Frau steht für Authentizität mit viel Gefühl.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




Mia Aegerter
Nichts für Feiglinge
Sophie Records / Edel / VÖ 26.05.17


Offizielle Website: www.miaaegerter.de/

Mia Aegerter - Facebook:
www.facebook.com/miaaegerter

 

 


Am Anfang des Schaffensprozesses dieses Albums war Mia grade nach Berlin gezogen, entdeckte die Musik von Nick Cave und Johnny Cash für sich und fand Verwandtschaft bei Daughter, Agnes Obel, Lou Dillion, Feist. Ein künstlerisch- musikalischer Neuanfang beginnt. Weg vom Mainstream und dem Druck der Musikindustrie gerecht werden zu müssen. Mia stellt sich ein kleines Team zusammen und veröffentlicht ihre Platte selbst. Im Vordergrund stehen Selbstbestimmtheit und Wahrhaftigkeit sowie der unbändige Wunsch etwas tief Berührendes zu schaffen. Ihre ständige Suche nach Inspiration prägt den Weg der letzten Jahre.

Ob der Umzug ins pulsierende Berlin-Friedrichshain oder ihre Reisen allein um die Welt, nur mit der Gitarre und einer Handvoll Sachen: „Ein Leben in der Comfortzone ist nicht so mein Ding...“ wie sie in dem Song Vagabundin singt, und weiter: „...was soll ich denn im Hafen, wenn ich Kolumbus sein kann?“ In den letzten vier Jahren widmete sie sich intensiv dem Songwriting und schrieb für diverse internationale und nationale Künstler wie Max Giesinger, Yvonne Catterfeld, Chima, Eisbrecher, Karat, Puhdys, u.v.a.. Über diese Kollaborationen fand sich auch das Team, mit dem sie dieses Album realisierte – mit Martin Fliegenschmidt, der auch schon für Joy Denalane und Roger Cicero geschrieben hat, produzierte sie ihr neues Album in Berlin; Luk Zimmermann (ehemals Lunik) mischte es in Bern.


© Sophie Records

Dieses Album von Mia Aegerter kann man schon jetzt als ein herausragendes Album des Jahres bezeichnen. Es hebt sich ab vom stupiden und langweiligen musikalischen Einheitsbrei, der in großer Anzahl veröffentlicht wird. Diese Frau strahlt eine Authentizität und eine emotionale Tiefe aus, die man bisweilen so schmerzlich vermisst. Die Themen ihrer Songs sind aus dem Leben gegriffen. Der Zuhörer kann sich mit den Texten sofort identifizieren – es entsteht eine emotionale Bindung. Man will wissen wie es weitergeht. Hier ist alles echt. Die Musik, die Texte, die Künstlerin. Es sind Geschichten von der Liebe, vom Schmerz und vom Glück. Die ganz großen Themen eben. Mia Aegerter schert sich nicht um Koventionen und macht ihr Ding! Das Resultat sollte man sich entgehen lassen…