08.06.2017

Plan B - Scheiß auf Plan A


© 2017 Twentieth Century Fox

Vier junge Martial-Arts-Kämpfer, die von der ganz großen Filmkarriere träumen, müssen in einer halsbrecherischen Aktion raffiniert versteckte Unterlagen auftreiben, um ihren Freund aus den Fängen eines rücksichtslosen Gangsters zu befreien.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 





Plan B - Scheiß auf Plan A
D 2017 | Fox Deutschland
Start: 08. Juni 2017
Regie: Ufuk Genç und Michael Popescu
Darsteller: Can Aydin, Phong Giang, Cha-Lee Yoon


Verlosung

Zum Kinostart verlosen wir:
1 Poster und 2 Tickets zum Film

Einfach eine EMail an wildgewinnspiel@gmail.com
mit dem Stichwort PLAN, inkl. Namen und Adresse. Einsendeschluss ist der 11. Juni 2017.

Eine Bar-Auszahlung der Gewinne ist nicht möglich.
Der Rechtsweg ausgeschlossen.


Can (Can Aydin), Cha (Cha-Lee Yoon), U-Gin (Eugene Boateng) und Phong (Phong Giang) sind beste Freunde. Deutlich mehr schlecht als recht schlagen sie sich als Actionfilm-Darsteller in Deutschland durch. Doch plötzlich bietet sich dem Quartett die einmalige Chance für den großen Durchbruch: Ein Casting-Aufruf flattert ins Haus – die letzte Gelegenheit, endlich zu zeigen, was sie auf dem Kasten haben. Dummerweise vertauscht U-Gin die Adressen und so landen die vier Jungs nicht etwa beim Vorsprechen, sondern im Unterschlupf einer Gruppe von Gangstern. Die Ganoven nehmen Phong als Geisel und zwingen Can, Cha und U-Gin, einen gefährlichen Auftrag für sie durchzuführen: Sie sollen den Safe eines gefürchteten Gangsterbosses finden und ausräumen. Eine Hetzjagd quer durch die Berliner Unterwelt beginnt, bei der das Trio auf eine Verschwörung stößt...


© 2017 Twentieth Century Fox

„Plan B: Scheiß auf Plan A“ ist ein kleines Juwel für Freunde von gut in Szene gesetzten Actionszenen, die mit einem Augenzwinkern daherkommen. Auch wenn es in Sachen Inszenierung und darstellerischer Leistung einige Schwachstellen zu bemängeln gibt, weiß der Film durchaus zu gefallen. Das kann man ja beileibe nicht von jedem deutschen Film behaupten, der in den letzten Jahren das Licht der Kinoleinwand erblickte. Die Idee der beiden Regisseure Ufuk Genç und Michael Popescu für die Rollen der vier Freunde Stunt-Spezialisten zu rekrutieren, gibt dem Film jene Portion an Enthusiasmus und Improvisation, die den Film sehenswert machen. Die Actionszenen in „Plan B: Scheiß auf Plan A“ bewegen sich auf internationalem Niveau und auch die Postproduktion genügt internationalen Maßstäben. Die Regisseure spielen gekonnt mit den Versatzstücken des Genres, wie digitalen Blutspritzern, elegante Zeitlupen, Splitscreens und ins Bild integrierte Soundwords.


© 2017 Twentieth Century Fox

Dabei spürt man die große Lust und Freude aller Beteiligten. Auch der Soundtrack weiß zu gefallen. Es gibt Gastauftritte von K.I.Z. und anderen bekannten Bands. Abgerundet wird das Ganze mit den klassischen 80er-Jahre-Klängen, die man durchaus als Hommage an John Carpenter werten kann. Durch diese ganzen Stilelemente wird der Film bisweilen sehr künstlich. Das ist jedoch nicht störend, sondern bewirkt eine ganz eigene Ästhetik. Für Filmfans strotzt der Film nur so von verdeckten und offenen Zitaten aus bekannten Filmen. Leider kann das Drehbuch in Sachen Niveau und Einfallsreichtum nicht ganz mithalten. Die Motivation der Beteiligten ist recht durchsichtig, bis nicht vorhanden. Vielmehr geht es wie in einem Videospiel von Level zu Level. Die dazugehörige Geschichte wirkt konstruiert und wenig glaubhaft. Trotzdem kann ein Besuch im Kino empfohlen werden. „Plan B: Scheiß auf Plan A“ bietet kurzweilige Unterhaltung mit hohem Spaßfaktor.