06.09.2017

Lesbian Family Affair Volume 4 & 5

Von Manuela Fritz


© Filly Films

Weibliche Kurven, Zärtlichkeiten und eine liebevolle Stimmung. Dass Porno auch anders sein kann, beweisen die zwei neuesten Teile der „Lesbian Family Affair“-Reihe, Volume 4 und 5, der etablierten Produktionsfirma für Erwachsenen-filme – Filly Films - unter der Regie der britischen Porno-Koryphäe Tanya Tate.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Tanya Tate’s Lesbian Family Affair #4
Filly Films | Regie: Tanya Tate
: 16. Januar 2017
Darsteller: Alexis Fawx, Lily Rader, Tiffany Watson, Olivia Austin, Maya Bijou, Mercedes Carrera, Summer Day, Jasmine Summers, Tanya Tate

Tanya Tate’s Lesbian Family Affair #5
Filly Films | Regie: Tanya Tate
: 03. April 2017
Darsteller: Briana Banks, Samantha Rone, Alison Rey, Marica Hase, Akira Lane, Jayden Lee, Eva Long, Cassidy Klein, Tanya Tate, Abby Cross, Jillian Janson, Natalia Starr



Dass hier eine Frau Regie geführt hat, ist deutlich zu sehen und zu hören. Tanya Tate setzt ihre "Töchter" liebevoll in Szene. Hier soll ganz klar eine Abgrenzung stattfinden. Die insgesamt neun Darstellerinnen sind keineswegs perfekt. Die Beleuchtung lässt die eine oder andere Delle am Oberschenkel durchblitzen - nicht jede hat perfekt gemachte Brüste. Jedoch gibt es drei klassische Porno-Elemente ohne die auch dieser Film nicht auskommt: Make-up, an dem nicht gespart wurde, aufreizende Kleidung und platte Dialoge. Aber die sind ja sowieso Nebensache. Auch das Setting ist gewohnt einfach. Es wird sich auf das Wesentliche beschränkt. Und das sind in diesen beiden Filmen, die sich jeweils in drei Kapitel gliedern, drei Damen, die sich gegenseitig bis zum (mehrfachen) Höhepunkt verwöhnen.


© Filly Films

Insbesondere hier wird der Unterschied zu jenen Filmen deutlich, in denen man das klassische Szenario vorfindet: Mann und Frau oder Frau und Frau haben Sex. Unnatürlich perfekt ausgeleuchtet. Körperbehaarung ist unerwünscht. Der übertrieben gut bestückte Marathonhengst schwitzt nicht, obwohl er körperliche Höchstleistungen an der Frau erbringt (dies gilt natürlich alles nur, sofern es nicht doch aus Fetisch-Grünen erwünscht ist).

Selten wird die Frau im Porno so hingebungsvoll befriedigt, wie in der LesbianFamiliyAffairs-Reihe. Der Orgasmus ist hier Pflicht. Aber auch der Weg dahin ist das Ziel. Die Damen gehen zärtlich, aber hemmungslos miteinander um. Von Gerammel und Gehämmer keine Spur. Darüber hinaus soll das Setting die Erregung steigern. Die Filmchen bilden Mama/Tochter- Konstellationen ab. Mal bestraft die Mama ihre bösen Mädchen, die ihre Sextoys beim Stöbern nach Geschenken gefunden haben, mal werden sie für ihre sportlichen Erfolge sexuell belohnt. Die Filme bieten viele unterschiedliche Reize für die Sinne: Die Bilder wechseln von expliziten Close-ups ab zu Totalen, die alle Akteurinnen in Szene setzen.


© Filly Films

Man bekommt viele visuelle Eindrücke und wird nicht von verstörender Fahrstuhl-Musik abgelenkt. Befremdlich und gekünstelt wirkt jedoch das ein oder andere Stöhnen. Und außerdem hat man nach der Sichtung der Filme gelernt, wie ein vorgetäuschter Orgasmus aussieht. Tanya Tate, Jahrgang 1979, ist seit acht Jahren als Darstellerin im Geschäft. Seit 2011 ist sie auch als Pornofilm-Regisseurin aktiv. Aufgrund ihres Alters spielt sie vorrangig in Filmen des Milf-Genres (Milf = Mum i’d like to f…). TanyaTate ist bekennende Cosplayerin und nach eigenen Angaben bisexuell. Neben knapp zwei Stunden lesbischer Interaktion warten die DVDs außerdem mit einigen Extras auf: Neben Fotos, Strip Tease- und Orgasmus-Teasern, Behind the Scenes-Material und Trailern, findet man jeweils auch etwas mehr als eine Stunde an Bonusclips.