28.03.2018

The Death of Stalin


© Concorde Filmverleih GmbH

Moskau, 2. März 1953. Ein Mann liegt nach einem Schlaganfall im Sterben. Bald wird er das Zeitliche segnen – und wer es jetzt richtig anstellt, kann seinen Platz einnehmen. Der sterbende Mann heißt Josef Stalin: Generalsekretär der UdSSR, Diktator, Tyrann und Massenmörder.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 





THE DEATH OF STALIN

USA/F/GB 2017 | Concorde Filmverleih GmbH
Start: 29. März 2018
Regie: Armando Iannucci
Darsteller: Steve Buscemi, Simon Russell Beale,
Jeffrey Tambor

 


Im März 1953 steht die Sowjetunion vor einem alles verändernden Ereignis, da Josef Stalin (Adrian McLoughlin) nach einem Schlaganfall im Sterben liegt. Sobald Stalins Tod eingetreten ist, wird seine Position als Generalsekretär der UdSSR frei und noch während der Diktator mit dem Tod ringt, bringen sich hinter den Kulissen seine Gefolgsleute als mögliche Nachfolger in Stellung, darunter Nikita Chruschtschow (Steve Buscemi), der Sekretär des Zentralkomitees der KPdSU, Geheimdienstchef Lawrenti Beria (Simon Russell Beale), Stalins Stellvertreter Georgi Malenkow (Jeffrey Tambor) und Außenminister Wjatscheslaw Molotow (Michael Palin). Schnell versinkt das Regime und die gesamte Sowjetunion in einem unüberschaubaren Chaos, weil sich die Politiker um die Parteispitze balgen und sich auch noch Stalins Kinder Swetlana (Andrea Riseborough) und Wassili (Rupert Friend) einmischen...


© Concorde Filmverleih GmbH

Regisseur Armando Iannucci („Kabinett außer Kontrolle“) inszeniert mit The Death of Stalin“ eine tiefgründige Komödie über die absurd anmutenden Intrigen um das Erbe Josef Stalins. Dabei bleibt dem Zuschauer oft das Lachen im Halse stecken. Nur selten gleitet der Film ab in oberflächlichem Slapstick. Die schwierige Balance zwischen Unterhaltung und einem sehr ernsten Thema kann der Regisseur souverän meistern. Sein Talent für politische Satire mit Biss hat er mit der Emmy® ausgezeichnete Serie "Veep - Die Vizepräsidentin" in der Vergangenheit unter Beweis gestellt. Vielleicht ist ja auch bissige Ironie und absurder Witz die einzige Möglichkeit, sich einem Mann wie Stalin filmisch zu nähern. Einem Mann, der für den Tod von mehr als 60 Millionen Menschen verantwortlich ist.

Der Erfolg von „The Death of Stalin“ liegt nicht zuletzt auch an dem grandios aufspielenden Darstellerensemble. Es ist ein Kennzeichen von Armando Iannucci, dass er seinen Darstellern viele Freiheiten gibt, was sich auch hier auszahlt. Neben Steve Buscemi, der eine preisverdächtige Leistung abliefert, weiß besonders Jason Isaacs zu gefallen. Seine Darstellung des ständig fluchenden und unter Strom stehenden Marschall Schukow macht seht viel Spaß und gehört zu den Höhepunkten des Films. Gerade zu nostalgisch wird es, wenn man Michael Palin nach langer Pause wieder auf der Kinoleinwand erleben darf. Der Monty-Phyton-Star verkörpert den opportunistischen ehemaligen Außenminister Molotow mit der richtigen Mischung aus Satire und Verzweiflung. Generell ist dieser Film bis in die letzte Nebenrolle toll besetzt und macht nicht nur Spaß beim Zuschauen, sondern regt zum Nachdenken an.