11.04.2018

GLADBECK


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Gladbeck, 16. August 1988: Aus einem fehlgeschlagenen Banküberfall entwickelt sich eine dreitägige Geiselnahme. Während die Täter dabei zu Medienstars avancieren, verliert der deutsche Journalismus seine Unschuld – und drei Menschen am Ende ihr Leben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



GLADBECK

D 2018 | Polyband/WVG
: 09. März 2018
Regie: Kilian Riedhof
Darsteller: Sascha Alexander Gersak, Alexander Scheer, Marie Rosa Tietjen, Johannes Allmayer, Amelie Kiefer

 

 


Am 16. August 1988 überfallen Dieter Degowski (Alexander Scheer) und Hans-Jürgen Rösner (Sascha Alexander Gersak) eine Bank. Danach entwickelt sich eine Geiselnahme, die für drei Tage ganz Deutschland in Atem halten wird, denn das erste Mal ist die Öffentlichkeit bei einem solchen Verbrechen hautnah dabei. Reporter von Fernsehen und Radio sind vor Ort und übertreten bei ihrer Jagd nach Live-Berichterstattung aus nächster Nähe und den besten Bildern moralische Grenzen. Sie sind direkt bei den Tätern und ihren Geiseln, sprechen sogar mit ihnen. Die Verbrecher werden zu Medienstars. Für die Polizei wird es derweil immer schwieriger, das weitere Vorgehen abzustimmen. Bei ihrem Versuch, die Geiselnehmer zu stoppen, treffen die Behörden immer mehr Fehlentscheidungen – was schließlich in eine Katastrophe mündet…


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Vor 30 Jahren erschütterte das Gladbecker Geiseldrama die Republik. Nun wurden die damaligen dramatischen Ereignisse filmisch aufgearbeitet. Das Ergebnis ist zweiteiliger Fernsehfilm, der nun auf DVD und Blu-ray erschienen ist. Die damaligen Ereignisse haben nicht nur durch ihre einmalige Brutalität die Menschen bewegt, sondern auch durch die katastrophale Rolle der Medien und der Polizei. Damals wurden ethische Grenzen von Seiten der Medien überschritten. Als die Geiselnahme nach drei Tagen ihr Ende fand, waren drei Menschen tot und das Vertrauen in die Medien und die Polizei zutiefst erschüttert.

Der ARD-Zweiteiler, die nun auf DVD und Blu-ray erschienen rekonstruiert unter der Regie von Kilian Riedhof („Der Fall Barschel“) minutiös die damaligen Abläufe und bleibt dabei trotz einiger notwendiger fiktiver Elemente sehr nahe an der Realität. Der Fernsehfilm zeigt die damaligen Abläufe sowohl aus der Sicht der Täter, als auch der Polizei und beleuchtet auch das Umfeld der Opfer. „Gladbeck“ legt schonungslos die groben Fehleinschätzungen und Fehlentscheidungen der Polizei dar und entlarvt die Pressevertreter als sensationshungrige Meute, sie sich nicht schert und Anstand und Moral oder Berufsethik. „Gladbeck“ blickt tief in die Abgründe der menschlichen Seele und bietet spannende Unterhaltung, die zugleich informativ und aufklärerisch ist.