18.04.2018

Roman J. Israel, Esq.


© 2017 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

"Roman J. Israel, Esq. - Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit" zeigt die Schattenseiten des überlasteten Strafgerichtssystems von Los Angeles. Hauptdarsteller Denzel Washington spielt einen motivierten, idealistischen Strafverteidiger, dessen Leben auf den Kopf gestellt wird, als sein Mentor, eine Bürgerrechts-Ikone, stirbt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 





ROMAN J. ISRAEL, ESQ. –
Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit

GB 2017 | Sony Pictures Germany
Start: 19. April 2018
Regie: Dan Gilroy
Darsteller: Denzel Washington, Colin Farrell,
Carmen Ejogo

 


Innerhalb des überlasteten Gerichtsapparats von Los Angeles sieht sich der idealistische Pflichtverteidiger Roman Israel (Denzel Washington) mit einer Reihe außergewöhnlicher Ereignisse konfrontiert, die sein Leben auf den Kopf stellen: Als sein Mentor stirbt, der eine der berühmtesten Figuren der Bürgerrechtsbewegung war, und ihn seine bisherige Kanzlei feuert, wird er von einem Unternehmen angestellt, das der ambitionierte Anwalt George Pierce (Colin Farrell) leitet, ein ehemaliger Student ebenjenes Mentors. Über Umwege lernt Roman außerdem die Gleichberechtigungsaktivistin Maya Alston (Carmen Ejogo) kennen, doch nach und nach rückt der Aktivismus, der bislang auch ein wichtiger Teil seines Lebens war, für ihn immer mehr in den Hintergrund und er beschließt, das System zu seinen Gunsten auszunutzen...


© 2017 Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH

"Roman J. Israel, Esq. - Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit" von Regisseur Dan Gilroy („Nightcrawler“) beeindruckt nicht nur mit einem sehr langen Titel, sondern auch mit einer spannenden und intelligenten Handlung, die so gar nicht in gängige Genre-Schemata passt. Es ist das faszinierende Porträt eines Mannes, der konsequent seinen Weg geht, trotz aller Widrigkeiten und Widerstand von Seiten der herrschendes Ordnung
und des Systems. Dabei ist es gar nicht so wichtig, dass der Film keine eindeutig lineare Handlung aufweist. Die Rolle des idealistischen Strafverteidigers ist Hauptdarsteller Denzel Washington wie auf den Leib geschneidert. Es ist das uramerikanische Motiv des einsamen Streiters, dessen Leben sich unfreiwillig ändert und der in der Folge seinen Weg finden muss. Dabei stellt ihm das Schicksal so manch harte Probe.

Der Film ist in wesentlichen Teilen eine One-Man-Show. Die Hauptfigur ist ein egozentrischer Mann, der nicht unsympathisch ist und mit meiner Menge, teils skurrilen, Eigenheiten aufwartet. Er besitzt kein ein Auto und kein Mobiltelefon, was in den U.S.A. nicht gerade alltäglich ist. Er führt seine Geschäftsgespräche als Anwalt über öffentlichen Telefonzellen und war zudem noch in einem Gerichtssaal. Dafür kann er glänzen mit einem fotografischen Gedächtnis, dass alle angeblichen Nachteile ausgleicht. Von seinem sehr markanten Äußeren wollen wir an dieser Stelle nicht reden. Regisseur Dan Gilroy geht sehr liebevoll mit diesen Eigenheiten um und stellt seine Hauptfigur zu keinem Zeitpunkt bloß. Vielmehr arbeitet er mit diesen unverwechselbaren Attributen und benutzt sie, um das interessante Porträt eines vielschichtigen Mannes zu zeichnen.