02.05.2018

PARADIES


© Alpenrepublik

In Frankreich während des Zweiten Weltkriegs kreuzen sich die Wege von Olga, Jules und Helmut. Olga, eine aristokratische Immigrantin, arbeitet eigentlich als Redakteurin für eine Modezeitschrift, gehört aber nebenbei auch zur Résistance.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




PARADIES

Russland, Deutschland 2016 | Alpenrepublik GmbH
: 27. April 2018
Regie: Andrey Konchalovsky
Darsteller: Yuliya Vysotskaya, Christian Clauß,
Philippe Duquesne


Großes Gewinnspiel

Zum Kinostart verlosen wir:
3x “ Paradies“ - DVD

Einfach eine EMail an wildgewinnspiel@gmail.com
mit dem Stichwort PARADIES, inkl. Namen und Adresse. Einsendeschluss ist der 15. Mai 2018.

Eine Bar-Auszahlung der Gewinne ist nicht möglich.
Der Rechtsweg ausgeschlossen

 


Frankreich im Zweiten Weltkrieg: Die adlige Exilrussin Olga (Julia Vysotskaya), Moderedakteurin bei einer renommierten Modezeitschrift, engagiert sich heimlich für die französische Widerstandsbewegung. Die gefährliche Tätigkeit wird ihr zum Verhängnis, als deutsche Besatzer bei einer Razzia in ihrer Wohnung zwei jüdische Kinder entdecken, die sie dort versteckt hält. Im Gefängnis fällt die elegante junge Frau dem Nazi-Kollaborateur Jules auf (Philippe Duquesne), der für ihren Fall zuständig ist. Der Familienvater stellt ihr eine mildere Bestrafung in Aussicht, sollte sie seinen sexuellen Avancen nachgeben. Olga ist zu allem bereit, um ihre Freiheit wiederzuerlangen und willigt ein. Doch als Jules auf unerklärliche Weise verschwindet, wird sie umgehend in ein Konzentrationslager gebracht. Inmitten dieser Hölle auf Erden trifft sie völlig unverhofft auf ein bekanntes Gesicht: Helmut (Christian Clauß), der sich während eines weit zurückliegenden Sommers in Friedenszeiten in sie verliebte und immer noch Gefühle für sie hegt, hat es zum hochrangigen SS-Offizier gebracht. Obwohl er ein glühender Bewunderer des Führers ist und begeistert an der Verwirklichung von Hitlers Traum vom „deutschen Paradies“ mitwirkt, nimmt er die Beziehung zu Olga wieder auf – eine verbotene, hochgradig destruktive Beziehung. Die Olga aber auch, so deutet es Helmut jedenfalls an, die Möglichkeit zur Flucht eröffnet...


© Alpenrepublik

„Paradies“ von Regisseur Andrey Konchalovskiy („Das Irrenhaus“) ist filmischer Parforce-Ritt, der dem Zuschauer einiges an Geduld und Sitzfleisch abverlangt. Die Erzählweise ist bisweilen sehr statisch und zäh. Die 130 Minuten Spielzeit kommen dem Betrachter wesentlich länger vor. Man muss „Paradies“ als experimentelle Auseinandersetzung mit dem Thema Krieg betrachten. Das gelingt nicht immer perfekt, aber trotzdem ist der Film sehenswert. Was den Film so anstrengend macht, ist der Schmerz der agierenden Personen, die nur Schmerz zu kennen scheinen. Aber kann man überhaupt das Schrecken des Krieges und die darin explodierenden menschlichen Abgründe filmisch darstellen? „Paradies“ geht diesbezüglich eigene Wege und fokussiert sich auf die Menschen. Und doch bleibt der Film den Menschen und ihren Beweggründen erstaunlich fern. Man hat manchmal das Gefühl, dass Andrey Konchalovskiy Form über Inhalt stellt. Der Film ist ein Denkmal für die Hoffnungslosigkeit und so fühlt man sich auch nach dem Abspann.