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Startseite > Kultur > Medien | 26.10.2018

MEDIEN
MUBI
Film-Streaming der besonderen Art

Der Online Videostreaming-Dienst MUBI stellt eine erstklassige und abwechslungsreiche Alternative zu den herkömmlichen Streaming-Riesen Netflix und Amazon Prime dar. Er punktet durch eine kleine, redaktionell ausgewählte Sammlung an Arthouse-Filmen.

von Richard-Heinrich Tarenz


© MUBI

Video-Streaming-Dienste bestimmen schon längst unser Alltagsleben. Der Gedanke über eine scheinbar unendliche Auswahl an Filmen und Serien zu verfügen – jederzeit und überall – gehört zu unserem Leben wie Essen und Trinken. Aber was wäre, wenn es eine Streaming-Plattform mit nur 30 Filmen geben würde? Das klingt ziemlich verrückt! Wieso sollte es so etwas geben?

Der Video-on-Demand Anbieter MUBI hat sich genau dieses Konzept zu Eigen gemacht. MUBI seinen Nutzern genau dreißig Filme, von denen täglich ein Film ausgetauscht wird. Das bedeutet, dass der Nutzer pro Jahr 365 Filme zur Verfügung gestellt bekommt. Das Konzept ist so revolutionär, wie es einfach ist. Trotz der scheinbar geringen Menge an Filmen, kann der Nutzer ständig neue Filme entdecken. Damit relativiert sich die geringe Zahl von 30 verfügbaren Filmen sehr schnell. Aber das ist noch nicht das geniale an MUBI. Das Besondere an diesem Streaming-Dienst ist die Auswahl der Filme. Hier sucht kein anonymer Algorithmus die Filme aus, sondern echte Menschen aus Fleisch und Blut. Dabei handelt es sich um Kultfilme, Independent-Filme und Festival-Sieger, die man nicht jeden Tag zu sehen bekommt. Das macht den Reiz von MUBI aus.

Es ist eine exklusive Auswahl an Filmen, die sich erfolgreich gegen die schiere Masse von Netflix und Amazon Video stellt. Das bietet den Vorteil, dass man ständig neue Filme für sich entdeckt, in die Filmgeschichte eintaucht und nicht die schiere Qual der Wahl aus einer riesigen Anzahl von Filmen hat. MUBI verfügt über mehr als 6.000 Filme, Tendenz steigend und ist bestens vernetzt in der Independent-Filmszene. Es gibt Kooperationen mit bekannten internationalen Filmfestivals, wie zum Beispiel mit der Berlinale oder Cannes. Mit acht Millionen Nutzern ist MUBI eine weltweite Community von Liebhabern von Independent-Filmen. Damit erfüllt MUBI nicht nur eine wichtige Funktion in Sachen Vielfalt, sondern auch macht sich verdient um die Filmszene. Das wiederum kommt der ganzen Branche zugute, nicht nur der Independent-Filmszene.

 

 

Aber was kostet dieser Streaming-Dienst der besonderen Art? Wer das Filmangebot von MUBI nutzen möchte, der hat zwei Optionen. Er kann entweder für 8,99 Euro im d
Monat oder für 71,88 Euro im Jahr ein Abonnement abschließen. Die Filme kann der Nutzer dann über mobile Geräte, wie zum Beispiel Computer, Smartphone und Tablet sehen. Wer MUBI auf dem Fernseher sehen möchte, der kann das über Spielekonsolen, Fire TV oder SmartTVs machen. Amazon Prime Mitglieder haben außerdem die Möglichkeit, Mubi als Amazon Channel zu ihrem Prime Account hinzuzufügen.

Was MUBI aber einzigartig macht ist die Tatsache, dass es viel mehr ist als nur ein herkömmlicher Streaming-Dienst. Die Webseite bietet noch viele weitere Funktionen. Dazu gehören zum einen die Community und das Notebook-Magazin. Neben der exklusiven und qualitativ hochwertigen Filmauswahl, ist dieser Umstand ein Paradies für jeden Filmfan. Auf Diskussionsseiten können die Nutzer sich austauschen, Filme bewerten und Filmlisten erstellen. Das Notebook-Magazin bietet mit aktuellen Kino-Themen immer wieder neuen Gesprächs- und Diskussionsstoff. Dort werden interessante und informative Artikel zu den Themen Film, Kino und die Filmbranche geteilt. Für Filmfans bietet MUBI nicht nur den bloßen Konsum von interessanten Filmen, sondern auch eine Informationsplattform im Bereich des Independent-Films, die so manche Überraschung bereithält.

Hier die Liste der Filme, die auf MUBI im November starten:

Wild Guitar; Wishing Well; So ist Paris; Precious – Das Leben ist kostbar; Ein fürsorglicher Sohn; Wien retour; The Dead Nation; Senna; 9 Fingers; Bully; Another Year; Schau mich an!; Let's Get Lost; The Paper Bridge; In der Hölle ist der Teufel los; Dharma Guns; Miral. 360; The Shooting; Hachiko: Eine wunderbare Freundschaft; Toward Jerusalem; L’Affaire des Divisions Morituri; John Irving und wie er die Welt sieht; Das Leben gehört uns; Angels' Share – Ein Schluck für die Engel; Chanson d’Amour; Gutland; East of War; Treasure of the Bitch Islands; Der Italiener.


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