Ab dem
20. Februar verzaubert "Die Schule der magischen Tiere"
den heimischen Bildschirm. Zwischen neuen Figuren, bekannten Erfolgsformeln
und magischen Gefährten beweist die Reihe, warum sie zu den großen
Konstanten des deutschen Familienfilms geworden ist. Ein Film, der
Charme und Kontinuität vereint.
Am
20. Februar erscheint mit „Die Schule der magischen Tiere 4“
die nächste Fortsetzung einer der erfolgreichsten deutschen Kinderfilmreihen
der Gegenwart für das Heimkino. Basierend auf den beliebten Büchern
von Margit Auer, die mit bislang 15 Bänden und mehreren Spin-offs
ein junges Publikum in den Bann gezogen haben, entfaltet auch die
vierte Spielfilmadaption jene Mischung aus Fantasie, Freundschaft
und Alltagskonflikten, die das Franchise so populär gemacht hat.
Dabei setzt der Film erneut auf die bekannte Erfolgsformel: sprechende
Tiere, jugendliche Helden im Zwiespalt und eine Wintersteinschule,
die mehr ist als nur ein Handlungsort – sie ist eine Projektionsfläche
für Wünsche, Ängste und die kleinen Dramen des Aufwachsens.
Die Geschichte verknüpft verschiedene Erzählstränge,
die von persönlichen Entwicklungsprozessen bis hin zu kollektiven
Krisen reichen. Ida (Emilia Maier) und ihre Klassenkameraden begrüßen
mit Miriam (Tomomi Themann) eine neue Schülerin, die durch den
frechen Koboldmaki Fitzgeraldo (gesprochen von Daniel Zillmann) ein
magisches Tier erhält. Ihr Außenseiterstatus, kombiniert
mit einem ausgeprägten Parcour-Talent, schafft Identifikations-potenzial,
wird aber dramaturgisch zu wenig vertieft. Parallel
entfaltet sich eine leise Romanze zwischen Max (Thilo Fridolin Matthes)
und Leonie (Purnima Grätz), die von musikalischen Gesten getragen
wird, jedoch dramaturgisch nicht das Gewicht erhält, das ihr
versprochen schien.
Schließlich
droht der Wintersteinschule selbst der finanzielle Ruin, was den Rahmen
für ein kollektives Ringen um Zusammenhalt bildet. Visuell bleibt
die Reihe ihrem Stil treu: warme Farben, sonnengetränkte Bilder,
eine Atmosphäre, die Geborgenheit ausstrahlt. Dass mit Bernhard
Jasper und Maggie Peren ein neues Regieduo die Arbeit von Sven Unterwaldt
fortsetzt, fällt kaum auf – Jasper war bereits als Kameramann
für die Ästhetik verantwortlich. Peren bringt indes als
Autorin mehr Sensibilität in die Figurenzeichnung von Miriam
und deren Konflikt mit einer Gruppe männlicher Mitschüler.
Dennoch bleiben viele Charaktere im Bereich der Vereinfachung: Freundschaft
ist gut, Mobbing ist schlecht – klare Botschaften, die kindgerecht
sind, aber kaum über die Oberfläche hinausreichen. „Die
Schule der magischen Tiere 4“ ist kein Meilenstein der Reihe,
aber eine solide, charmant inszenierte Fortsetzung, die ihre Fans
zufriedenstellen wird. Sie bekräftigt den Stellenwert dieser
Filmreihe im deutschen Familienkino, indem sie Kontinuität und
leichte Variation verbindet.
FAZIT
"Die Schule der magischen Tiere 4" ist eine Fortsetzung,
die ihre Stärken im Vertrauten hat und im Neuen punktuelle Akzente
setzt. Sie mag weniger prägnant sein als ihre Vorgänger,
aber sie beweist, dass die Wintersteinschule weiterhin ein sicherer
Ort für Fantasie, Identifikation und gemeinschaftliches Kinoerlebnis
bleibt.
DIE SCHULE DER MAGISCHEN TIERE 4
ET:
20.02.26: DVD, Blu-ray & digital | FSK 0
R: Bernhard Jasper, Maggie Peren | D: Animationsfilm
Deutschland 2025 | LEONINE