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SINGLE | 17.06.2026

BALADI - 10. Stock
Ein Song für alle, die schon einmal nicht loslassen konnten

Mit „10. Stock“ startet BALADI sein neues deutschsprachiges Kapitel – emotional, nahbar und überraschend intensiv. Die Single erzählt von Erinnerungen, Verlust und dem schwierigen Prozess des Loslassens. Doch hinter dem Newcomer steckt ein Musiker mit internationaler Erfahrung und außergewöhnlicher Geschichte. Im Anschluss spricht BALADI im Interview über Neuanfänge, Songwriting und seine persönliche Reise.

von Tatjana Malinin


© MACHEETE 2026

Manchmal braucht es keine großen Gesten, um große Gefühle zu transportieren. Kein überladenes Arrangement, keine dramatischen Effekte, keine künstliche Inszenierung. Manchmal reichen ein Klavier, eine Stimme und eine Geschichte, die viele Menschen sofort verstehen. Mit seiner neuen Single „10. Stock“ gelingt BALADI genau dieses Kunststück. Der Song bewegt sich zwischen melancholischem Pop und modernem Singer-Songwriter-Sound und erzählt von einem Zustand, den vermutlich jeder kennt: dem Versuch, einen Menschen loszulassen, der längst nicht mehr Teil des eigenen Lebens ist, dessen Erinnerungen aber weiterhin präsent bleiben. Dabei setzt BALADI nicht auf Pathos, sondern auf Ehrlichkeit. Die Emotionen wirken nie konstruiert oder überdramatisiert. Stattdessen entsteht eine Atmosphäre, die sich langsam entfaltet und den Zuhörer Stück für Stück in die Welt des Songs hineinzieht.

Wenn Stille stärker wirkt als Lautstärke

Schon die ersten Sekunden von „10. Stock“ machen deutlich, dass hier ein Künstler am Werk ist, der die Kraft der Reduktion versteht. Das Stück beginnt zurückhaltend. Klavierklänge eröffnen einen Raum, der zunächst fast fragil wirkt. Erst nach und nach entwickelt sich daraus ein größerer musikalischer Bogen. Zusätzliche Harmonien und rhythmische Elemente erweitern die Klanglandschaft, ohne den intimen Charakter des Songs zu verdrängen. Gerade diese Balance macht den Reiz der Single aus. Während viele aktuelle Popproduktionen auf maximale Aufmerksamkeit optimiert sind, erlaubt sich BALADI, den Emotionen Zeit zu geben. Der Song atmet. Er entwickelt Spannung nicht durch Lautstärke, sondern durch Nähe. Seine Stimme steht dabei konsequent im Mittelpunkt. Warm, kontrolliert und zugleich verletzlich transportiert sie die unterschiedlichen Facetten der Geschichte. Man spürt den Schmerz, aber auch die Reflexion dahinter. Es geht nicht nur um Verlust, sondern auch um die Frage, wie Erinnerungen Teil unserer Identität werden.

Zwischen Erinnerung und Aufbruch

Inhaltlich kreist „10. Stock“ um die Schwierigkeit, einen Menschen hinter sich zu lassen, der das eigene Leben nachhaltig geprägt hat. Dabei entsteht ein interessantes Spannungsfeld: Einerseits blickt der Song zurück, andererseits schwingt permanent die Erkenntnis mit, dass Stillstand keine Lösung sein kann. Diese Ambivalenz macht den Track besonders stark. BALADI beschreibt keine einfache Trennungsgeschichte. Vielmehr geht es um den emotionalen Zwischenraum zwischen Erinnern und Weitergehen. Genau dort entwickelt „10. Stock“ seine größte Wirkung. Der Song richtet sich an ein Publikum, das Popmusik nicht nur als Hintergrundgeräusch konsumiert, sondern als Möglichkeit, eigene Erfahrungen wiederzufinden. Die Single funktioniert deshalb nicht allein als musikalische Veröffentlichung, sondern auch als emotionales Angebot.

Ein Künstler mit internationaler Geschichte

Wer BALADI zum ersten Mal hört, könnte ihn für einen Newcomer halten. Tatsächlich bringt er jedoch eine bemerkenswerte Karriere mit. Geboren in Hamburg, begann seine musikalische Reise bereits in jungen Jahren. Direkt nach dem Schulabschluss zog es ihn in die USA, wo er seine Ausbildung in Los Angeles und Hollywood vertiefte. Später folgten weitere internationale Stationen, unter anderem in London. In den vergangenen Jahren arbeitete BALADI als Songwriter und Filmkomponist auf internationaler Ebene.


© MACHEETE 2026

Seine Projekte wurden mehrfach ausgezeichnet, und auch als Künstler sammelte er bereits Erfahrungen im Musikgeschäft. Unter seinem früheren Namen SANI veröffentlichte er eigene Songs, die Aufmerksamkeit im Radio und Fernsehen erhielten. Mit BALADI beginnt nun bewusst ein neues Kapitel. Der Wechsel zur deutschen Sprache wirkt dabei nicht wie ein strategischer Schritt, sondern wie eine künstlerische Entscheidung. Die Songs erscheinen persönlicher, unmittelbarer und näher an den eigenen Erfahrungen. „10. Stock“ macht deutlich, wohin diese Reise führen könnte: zu einem Künstler, der internationale Professionalität mit authentischem Storytelling verbindet.

Mehr als ein Debüt

Obwohl „10. Stock“ den Auftakt seines neuen musikalischen Weges markiert, klingt die Single bemerkenswert ausgereift. Das liegt nicht nur an der Produktion, sondern vor allem an BALADIs Fähigkeit, Emotionen in Bilder zu übersetzen, ohne dabei in Klischees abzurutschen. Seine Erfahrungen als Komponist und Geschichtenerzähler sind in jedem Moment spürbar. Gerade deshalb hinterlässt die Single den Eindruck, dass hier nicht einfach ein weiterer Newcomer an den Start geht, sondern ein Künstler, der bereits genau weiß, welche Geschichten er erzählen möchte. Mit „10. Stock“ liefert BALADI einen starken ersten Eindruck ab – einen Song, der berührt, ohne sich aufzudrängen, und der neugierig auf alles macht, was noch folgen wird.

Im Gespräch mit BALADI

Wie entstand die Idee zu „10. Stock“? Warum war jetzt der richtige Zeitpunkt für einen Neuanfang unter dem Namen BALADI? Und welche Erfahrungen aus Los Angeles, London und der Arbeit für Filmproduktionen prägen sein heutiges Songwriting? Über diese und viele weitere Themen sprechen wir mit BALADI im folgenden Interview.


Beschreibe dich in drei Wörtern

BALADI: Zielstrebig, hilfsbereit, neugierig.

Du hast bereits international als Songwriter und Filmkomponist gearbeitet. Was hat dich dazu bewegt, mit BALADI ein neues, deutschsprachiges Künstlerprojekt zu starten?

BALADI: Ich habe lange im Ausland gelebt, aber ich habe nie aufgehört, auf Deutsch zu denken und zu träumen. Ich spreche mehrere Sprachen und habe neben Englisch auch viel auf Spanisch in Kolumbien, Mexiko und Spanien geschrieben. Und obwohl ich mich in all den Sprachen wohlfühle, bleibt Deutsch für mich mein Zuhause. Und mit BALADI geht es mir darum, näher an mir selbst zu sein.

Deine Zeit in Los Angeles und London hat dich stark geprägt. Was war deine schönste Erfahrung bzw. Learning Experience?

BALADI: Von ganz unterschiedlichen Menschen zu lernen; nicht nur musikalisch, sondern auch menschlich. Ich konnte in dieser Zeit sehr viel Erfahrung sammeln, was mir letztendlich geholfen hat, meinen eigenen Weg zu finden. Zwischendurch gab es auch Menschen, die versucht haben, mir Steine in den Weg zu legen, ob verbal oder durch bestimmte Aktionen. Allerdings habe ich mich davon nicht beeinflussen lassen und einfach weitergemacht, egal wie schwer es wurde. Dafür bin ich heute dankbar.

Du hast für über 15 Filmprojekte Musik komponiert. Gibt es ein Projekt, das dich besonders geprägt hat oder dir in Erinnerung geblieben ist?

BALADI: Das erste Projekt. Weil es der Moment war, in dem aus einem Traum Realität wurde. Ab da war es nicht mehr nur etwas, das ich mir vorstelle, sondern etwas, das ich wirklich mache. Dann gibt es noch viele andere wichtige Momente, die mir in Erinnerung geblieben sind, zum Beispiel das erste Mal, als ich einen Film im Kino gesehen habe, mit meiner eigenen Musik, in Los Angeles. Oder das erste Mal, als einer meiner Songs im deutschen Radio lief und ich von Freunden und Familie angerufen wurde, dass sie ihn gerade hören. Bis dahin wusste ich nicht einmal, dass der Song im Radio lief. Das sind alles Momente, die man nie vergisst und die im Kopf bleiben.

Wenn du auf deinen bisherigen Weg zurückblickst: Gab es einen Moment, in dem du gemerkt hast, dass Musik mehr als nur ein Hobby für dich ist?

BALADI: Für mich war Musik schon immer mehr als ein Hobby, sogar schon in der Grundschule. Als andere gelacht haben, habe ich einfach weiter daran geglaubt. Allerdings ist die Frage nicht ganz einfach zu beantworten, weil Musik für mich gleichzeitig Hobby und Beruf ist. Mein ganzes Leben dreht sich praktisch um Musik.

Was können Hörer:innen in Zukunft von BALADI erwarten, sowohl musikalisch als auch inhaltlich?

BALADI: Alles, was ich schreibe, kommt aus einem echten Gefühl. Egal, ob es weh tut oder gut tut. Musikalisch wird es emotional und direkt. Inhaltlich geht es um die Dinge, über die man sonst lieber schweigt oder sich nicht traut zu sprechen. Ich stehe mit meinen Gefühlen nicht allein da – ich bin mir sicher, dass sich viele in meiner Musik und in diesen Emotionen wiederfinden werden.

Die Single „10. Stock“ von BALADI ist auf allen Streaming- und Downloadplattformen erhältlich.


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