Seine
Projekte wurden mehrfach ausgezeichnet, und auch als Künstler
sammelte er bereits Erfahrungen im Musikgeschäft. Unter seinem
früheren Namen SANI veröffentlichte er eigene Songs, die
Aufmerksamkeit im Radio und Fernsehen erhielten. Mit BALADI beginnt
nun bewusst ein neues Kapitel. Der Wechsel zur deutschen Sprache wirkt
dabei nicht wie ein strategischer Schritt, sondern wie eine künstlerische
Entscheidung. Die Songs erscheinen persönlicher, unmittelbarer
und näher an den eigenen Erfahrungen. „10. Stock“
macht deutlich, wohin diese Reise führen könnte: zu einem
Künstler, der internationale Professionalität mit authentischem
Storytelling verbindet.
Mehr
als ein Debüt
Obwohl
„10. Stock“ den Auftakt seines neuen musikalischen Weges
markiert, klingt die Single bemerkenswert ausgereift. Das liegt nicht
nur an der Produktion, sondern vor allem an BALADIs Fähigkeit,
Emotionen in Bilder zu übersetzen, ohne dabei in Klischees abzurutschen.
Seine Erfahrungen als Komponist und Geschichtenerzähler sind
in jedem Moment spürbar. Gerade deshalb hinterlässt die
Single den Eindruck, dass hier nicht einfach ein weiterer Newcomer
an den Start geht, sondern ein Künstler, der bereits genau weiß,
welche Geschichten er erzählen möchte. Mit „10. Stock“
liefert BALADI einen starken ersten Eindruck ab – einen Song,
der berührt, ohne sich aufzudrängen, und der neugierig auf
alles macht, was noch folgen wird.
Im
Gespräch mit BALADI
Wie
entstand die Idee zu „10. Stock“? Warum war jetzt der
richtige Zeitpunkt für einen Neuanfang unter dem Namen BALADI?
Und welche Erfahrungen aus Los Angeles, London und der Arbeit für
Filmproduktionen prägen sein heutiges Songwriting? Über
diese und viele weitere Themen sprechen wir mit BALADI im folgenden
Interview.
Beschreibe
dich in drei Wörtern
BALADI:
Zielstrebig, hilfsbereit, neugierig.
Du hast
bereits international als Songwriter und Filmkomponist gearbeitet.
Was hat dich dazu bewegt, mit BALADI ein neues, deutschsprachiges
Künstlerprojekt zu starten?
BALADI:
Ich habe lange im Ausland gelebt, aber ich habe nie aufgehört,
auf Deutsch zu denken und zu träumen. Ich spreche mehrere Sprachen
und habe neben Englisch auch viel auf Spanisch in Kolumbien, Mexiko
und Spanien geschrieben. Und obwohl ich mich in all den Sprachen wohlfühle,
bleibt Deutsch für mich mein Zuhause. Und mit BALADI geht es
mir darum, näher an mir selbst zu sein.
Deine
Zeit in Los Angeles und London hat dich stark geprägt. Was war
deine schönste Erfahrung bzw. Learning Experience?
BALADI:
Von ganz unterschiedlichen Menschen zu lernen; nicht nur musikalisch,
sondern auch menschlich. Ich konnte in dieser Zeit sehr viel Erfahrung
sammeln, was mir letztendlich geholfen hat, meinen eigenen Weg zu
finden. Zwischendurch gab es auch Menschen, die versucht haben, mir
Steine in den Weg zu legen, ob verbal oder durch bestimmte Aktionen.
Allerdings habe ich mich davon nicht beeinflussen lassen und einfach
weitergemacht, egal wie schwer es wurde. Dafür bin ich heute
dankbar.
Du hast
für über 15 Filmprojekte Musik komponiert. Gibt es ein Projekt,
das dich besonders geprägt hat oder dir in Erinnerung geblieben
ist?
BALADI:
Das erste Projekt. Weil es der Moment war, in dem aus einem Traum
Realität wurde. Ab da war es nicht mehr nur etwas, das ich mir
vorstelle, sondern etwas, das ich wirklich mache. Dann gibt es noch
viele andere wichtige Momente, die mir in Erinnerung geblieben sind,
zum Beispiel das erste Mal, als ich einen Film im Kino gesehen habe,
mit meiner eigenen Musik, in Los Angeles. Oder das erste Mal, als
einer meiner Songs im deutschen Radio lief und ich von Freunden und
Familie angerufen wurde, dass sie ihn gerade hören. Bis dahin
wusste ich nicht einmal, dass der Song im Radio lief. Das sind alles
Momente, die man nie vergisst und die im Kopf bleiben.
Wenn
du auf deinen bisherigen Weg zurückblickst: Gab es einen Moment,
in dem du gemerkt hast, dass Musik mehr als nur ein Hobby für
dich ist?
BALADI:
Für mich war Musik schon immer mehr als ein Hobby, sogar schon
in der Grundschule. Als andere gelacht haben, habe ich einfach weiter
daran geglaubt. Allerdings ist die Frage nicht ganz einfach zu beantworten,
weil Musik für mich gleichzeitig Hobby und Beruf ist. Mein ganzes
Leben dreht sich praktisch um Musik.
Was können
Hörer:innen in Zukunft von BALADI erwarten, sowohl musikalisch
als auch inhaltlich?
BALADI:
Alles, was ich schreibe, kommt aus einem echten Gefühl. Egal,
ob es weh tut oder gut tut. Musikalisch wird es emotional und direkt.
Inhaltlich geht es um die Dinge, über die man sonst lieber schweigt
oder sich nicht traut zu sprechen. Ich stehe mit meinen Gefühlen
nicht allein da – ich bin mir sicher, dass sich viele in meiner
Musik und in diesen Emotionen wiederfinden werden.
Die Single
„10. Stock“ von BALADI ist auf allen Streaming- und Downloadplattformen
erhältlich.