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NO OTHER CHOICE

Eine Zeitreise ins Herz patriarchaler Gewissheiten: „Die progressiven Nostalgiker“ konfrontiert das bürgerliche Familienidyll der 1950er Jahre mit den „Zumutungen“ feministischer Gegenwart. So entfaltet sich ein kluges Spiel zwischen Komödie, Gesellschaftskritik und feministischer Neubewertung historischer Normalitäten.


KÖLLE ALAAF
Wasserturm Hotel Cologne lässt mit Rapunzel
Party legendäre Karneval-Events wieder aufleben

Wenn Köln feiert, dann mit Geschichte, Haltung und Glamour. Die Rapunzel Party im Wasserturm Hotel Cologne verbindet karnevalistische Exzentrik mit urbaner Eleganz. Ein gesellschaftliches Ereignis, das den Kölner Karneval als lebendige Popkultur neu verankert. Und zugleich die besondere Rolle eines Hotels sichtbar macht, das längst selbst zur Ikone geworden ist.

 

Das erwachsene Land
Deutschland ohne Amerika – eine historische Chance

Ein Plädoyer für politische Mündigkeit im posttransatlantischen Zeitalter. Holger Stark analysiert die historische Abhängigkeit Europas von den USA und ihre strukturellen Folgen. Das Buch verbindet geopolitische Diagnose mit konkreten Strategien für europäische Souveränität. Ein zentraler Beitrag zur Frage, was politische Reife im 21. Jahrhundert bedeutet.

 

Die Karnevalistische Matinee und der Rosenmontagszug:
Popkulturelle Rituale einer Stadtgesellschaft

Wenn sich kölsche Musik, bürgerschaftliches Engagement und ritualisierte Ausgelassenheit begegnen, wird Karneval zur kulturellen Selbstvergewisserung. Die Karnevalistische Matinee zugunsten des Kölner Rosenmontagszuges zeigt, wie tief Populärkultur, Gemeinsinn und Stadterzählung ineinandergreifen.

 

MERCY

Ein Thriller über Schuld im Zeitalter der Algorithmen: MERCY verhandelt Gerechtigkeit als Datenproblem. Zwischen Action und Satire entwirft der Film ein beunruhigendes Bild freiwilliger Selbstüberwachung. Seit dem 22. Januar im Kino – als Spiegel einer Zukunft, die längst begonnen hat.

 

SABBATICAL

Judith Angerbauer seziert in SABBATICAL die feinen Risse einer Familie im Zustand der Auszeit. Vor winterlicher Mittelmeerkulisse entfaltet sich ein präzises Psychogramm über Nähe, Rollenbilder und verpasste Möglichkeiten. Ein leiser, eindringlicher Debütfilm, der Melancholie in Erkenntnis verwandelt.

 

CHARLIE DER SUPERHUND

„Charlie der Superhund“ verbindet familiäres Melodram mit Science-Fiction und Superheldenmythos. Das Animationsdebüt von ICON Creative Studio überzeugt durch emotionale Erdung und handwerkliche Sorgfalt. Ein eigenwilliger, herzlicher Beitrag zum zeitgenössischen Familienkino, der abseits der Blockbuster neue Akzente setzt.

 

BUGONIA

BUGONIA entfaltet ein verstörend präzises Duell zwischen Konzernmacht und radikalisierter Gegenwehr. Yorgos Lanthimos seziert moralische Gewissheiten mit kalter Eleganz und schwarzem Humor. Ein schonungslos faszinierendes Filmereignis über Verantwortung, Gewalt und zeitgenössische Entfremdung.

 

IVANHOE - DER SCHWARZE RITTER

Ein Monument des klassischen Abenteuerkinos kehrt zurück: „Ivanhoe – Der schwarze Ritter“ als filmhistorischer Meilenstein. Ein Klassiker, der das Pathos des großen Erzählens in zeitloser Form bewahrt.

 

PUSH: HAUS IN TÖDLICHER LAGE

Ein Haus wird zur Falle, Zeit zur Bedrohung: „Push“ als konzentrierter Home-Invasion-Thriller. Zwischen Genretradition und formaler Präzision entfaltet sich ein nervenaufreibender Machtkampf. Ein Film, der zeigt, wie wirkungsvoll Reduktion im zeitgenössischen Thriller sein kann.

 

Das offene Universum von Rocky Beach

Seit über fünfzig Jahren ermitteln Justus, Peter und Bob an der Schnittstelle von Jugendkultur, Mediengeschichte und kollektiver Erinnerung. Mit der strategischen Erweiterung des „Die drei ???“-Universums beweist KOSMOS, wie langlebige Popmythen im 21. Jahrhundert fortgeschrieben werden können. Zwischen Kino, Literatur, Spielkultur und Merchandising entfaltet sich ein transmediales Erzählsystem von bemerkenswerter Kohärenz.

 

BEVERLY HILLS, 90210

Eine Serie als Generationserlebnis: „Beverly Hills, 90210“ kehrt vollständig restauriert zurück. Zwischen Nostalgie und Mediengeschichte erscheint ein Fernsehphänomen in neuem, erstaunlich aktuellem Licht.

 

Die Udo Jürgens Story
Popkulturelles Erinnern zwischen Hommage,
Zeitdiagnose und musikalischem Vermächtnis

Eine musikalische Zeitreise, die weit über Nostalgie hinausgeht: „Die Udo Jürgens Story“ erzählt Popgeschichte als gesellschaftliches Selbstporträt. Am 25. April 2026 wird im Kölner Tanzbrunnen hör- und spürbar, warum Udo Jürgens bis heute nachwirkt.

 

Die progressiven Nostalgiker

Eine Zeitreise ins Herz patriarchaler Gewissheiten: „Die progressiven Nostalgiker“ konfrontiert das bürgerliche Familienidyll der 1950er Jahre mit den „Zumutungen“ feministischer Gegenwart. So entfaltet sich ein kluges Spiel zwischen Komödie, Gesellschaftskritik und feministischer Neubewertung historischer Normalitäten.

 

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel

Alena Schröders Roman erzählt weibliche Geschichte als generationsübergreifendes Geflecht aus Schweigen, Fürsorge und Widerstand. Zwischen Kriegsende und Gegenwart entfaltet sich ein feministisches Erinnerungsprojekt von großer emotionaler und politischer Präzision. „Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel“ ist ein eindringlicher Beweis für die literarische Kraft des zeitgenössischen Frauenromans.

 

WOODWALKERS 2

„Woodwalkers 2“ entfaltet im Gewand des Jugendfantasyfilms eine leise Kritik an Ausbeutung, Entfremdung und ökologischer Zerstörung. Ab dem 29. Januar im Kino wird sichtbar, wie Klassen- und Naturfragen selbst im populären Familienkino verhandelt werden.

 

SILENT FRIEND

Ein philosophisches Kino der Langsamkeit: SILENT FRIEND denkt das Verhältnis von Mensch, Natur und Zeit radikal neu. Ildikó Enyedi verwandelt botanische Beobachtung in existenzielle Erkenntnis und sinnliche Erfahrung. Ein Film, der das Sehen selbst infrage stellt – und vertieft.

 

LOST HIGHWAY

Ein Alptraum ohne Ausgang: David Lynchs „Lost Highway“ erweist sich als radikale Studie von Identitätszerfall, Schuld und Wahrnehmung jenseits linearer Erzählbarkeit. Anlässlich der Wiederaufführung in der „Best of Cinema“-Reihe wird „Lost Highway“ als sinnliche Kinoerfahrung neu erfahrbar gemacht.

 

WICKED: TEIL 2
Zwischen Mythos, Musical und Moderne

Ein visuell überwältigendes, doch erzählerisch zwiespältiges Finale: „Wicked: Teil 2“ wagt den Balanceakt zwischen Mythos und Moderne – und stolpert mehr als einmal über seine eigenen Ambitionen. Doch dank Cynthia Erivos grandioser Präsenz bleibt das Musical ein emotionales Erlebnis, das lange nachklingt.

 

The Smashing Machine

Benny Safdies „The Smashing Machine“ ist kein typisches Sport-Biopic – und genau darin liegt sowohl seine größte Stärke als auch seine größte Schwäche. Statt triumphaler Trainingsmontagen oder klischeehafter Comebacks zeigt der Regisseur hier einen Mann, der im Ring Siegerpose annimmt, im Privaten jedoch unter Abhängigkeit, Schmerz und zerrütteter Beziehung erdrückt wird.

 

BLUE VELVET

David Lynchs „Blue Velvet“ seziert die amerikanische Idylle und legt ihr verdrängtes Gewalt- und Begehrenspotenzial frei. Ein Filmklassiker, der bis zum heutigen Tag das Verhältnis von Oberfläche und Abgrund im Kino neu definiert und einen ästhetischen und kulturhistorischen Wendepunkt des modernen Autorenkinos darstellt.

 

DAS TIEFSTE BLAU

„Das tiefste Blau“ entwirft eine beklemmend nahe Zukunft, in der ökonomische Verwertbarkeit über menschliche Existenz entscheidet. Gabriel Mascaros Film verbindet politische Allegorie mit sinnlicher Landschaftsästhetik und einer berührenden Frauenfigur im Zentrum. Ein dystopisches Kino der leisen Widerstände, das Freiheit als Akt der Imagination und des Begehrens denkt.

 

HAMNET

Chloé Zhaos HAMNET liest die Urszene des kanonischen Dramas radikal neu – als Geschichte weiblicher Erfahrung, Trauer und schöpferischer Selbstbehauptung. Der Film verschiebt den Blick vom genialischen Autor hin zur oft marginalisierten Figur Agnes Hathaway. Ein stilles, feministisches Gegenbild zur Literaturgeschichte, das Verlust als Ursprung von Kunst begreift.

 

WONDER MAN

WONDER MAN zerlegt das Superheldengenre von innen heraus und verwandelt Spektakel in Selbstbefragung. Die Serie liest Hollywood, Schauspielerei und Heldentum als fragile Performances in einem System permanenter Verwertung. Ein präziser, melancholischer Kommentar zur Spätphase des Marvel-Universums – und zu einem Kino, das sich selbst nicht mehr blind vertraut.

 

 

Was 2025 nicht in der Zeitung stand
verheimlicht – vertuscht – vergessen

Ein Buch gegen das Vergessen: pointiert, unbequem und von analytischer Schärfe. Zwischen Chronik und Intervention legt es die blinden Flecken eines ganzen Jahres frei. Eine notwendige Lektüre für alle, die Gegenwart nicht mit Gewissheit verwechseln.

 

EXTRAWURST

Ein Tennisverein als Mikrokosmos der Gegenwart: EXTRAWURST seziert mit satirischer Schärfe die Zerreißproben demokratischer Gemeinschaft. Zwischen Wortgefecht und Stillstand entfaltet der Film ein präzises Bild gesellschaftlicher Ermüdung, getragen von einem herausragenden Ensemble. Eine Komödie, die zum Lachen verführt – und im Nachhall die schmerzhafte Fragilität des sozialen Konsenses offenlegt.

 

ASTRID LINDGREN
DIE MENSCHHEIT HAT DEN VERSTAND VERLOREN

Jenseits der Ikone zeichnet Wilfried Haukes „Astrid Lindgren – Die Menschheit hat den Verstand verloren“ das Porträt einer Autorin im moralischen Ausnahmezustand des 20. Jahrhunderts. Ausgehend von den Kriegstagebüchern entsteht ein filmischer Denkraum über Ambivalenz, Verantwortung und die Fragilität humanistischer Gewissheiten. Ein Doku-Drama, das Lindgren nicht verklärt, sondern als historisch verortete, zweifelnde Zeitzeugin neu begreifbar macht.

 

DIE DREI ??? - TOTENINSEL

Mit „Die drei ??? – Toteninsel“ kehrt eine der prägendsten Erzählwelten der deutschen Populärkultur als historisch aufgeladene Kinoerfahrung zurück. Der Film verhandelt den Übergang vom Hörspielmythos zur eigenständigen filmischen Sprache und macht dabei die Spannungen zwischen Nostalgie, Adaption und narrativer Verdichtung sichtbar.

 

28 YEARS LATER: THE BONE TEMPLE

Nia DaCostas 28 YEARS LATER: THE BONE TEMPLE radikalisiert die postapokalyptische Narration, indem sie die ontologische Bedrohung durch Untote zugunsten einer existenzialistischen Sezierung menschlicher Deformation in den Hintergrund rückt. Im Spannungsfeld zwischen Ralph Fiennes’ asketischer Humanität und Jack O’Connells psychopathischer Theologie entfaltet sich ein intergenerationelles Machtspiel von beispielloser schauspielerischer Gravitation.

 

GABBY'S DOLLHOUSE: DER FILM

Ein zauberhaftes Miniaturuniversum entfaltet seine ganze ästhetische Kraft. „Gabby’s Dollhouse: Der Film“ verbindet Fantasie, Kreativität und emotionales Wachstum zu einem bemerkenswert reifen Familienerlebnis. Ein filmisches Märchen, das zeigt, wie groß kleine Welten werden können, wenn sie mit Herz und Hingabe gebaut sind.

 

UNDER THE STARS

„Under the Stars“ beschwört mit sanfter Eleganz die verlorene Kunst der romantischen Komödie jenseits von Ironie und Überzeichnung. Zwischen apulischer Landschaft, narrativer Vertrautheit und nuancierten Figurenentwürfen entfaltet der Film ein Plädoyer für das Gefühl als kinotaugliche Erfahrung. Ein leiser, aber nachhaltiger Beweis dafür, dass romantisches Kino auch im Heimkino seine ästhetische und emotionale Notwendigkeit behaupten kann.

 

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