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Das Ende der Unschuld
Peter Beards „The End of the Game“ als
kulturelles Gedächtnis einer verschwindenden Welt

Mit „The End of the Game“ schuf Peter Beard weit mehr als ein außergewöhnliches Fotobuch: Es ist ein erschütterndes Dokument über das Verhältnis des Menschen zur Natur und über die zerstörerischen Folgen kolonialer Expansion. Die Neuausgabe im TASCHEN Verlag macht ein Werk erneut zugänglich, das Fotografie, Tagebuch, historische Chronik und ökologische Anklage miteinander verbindet. Beard zeigt Afrika nicht als romantische Projektionsfläche, sondern als Schauplatz einer tiefgreifenden kulturellen und ökologischen Krise. Gerade deshalb besitzt dieses Buch heute eine größere Aktualität denn je.


ZWISCHEN MYTHOS UND MONUMENT
„Die Odyssee“ als filmisches Wagnis
zwischen Autorenkino und Epos

Christopher Nolans „Die Odyssee“ erhebt den Anspruch, einen der Gründungstexte der europäischen Literatur als monumentales Kinoereignis neu zu denken. Zwischen technischer Perfektion, bildgewaltiger Inszenierung und ehrfürchtiger Werktreue entfaltet sich ein Spannungsfeld, das ebenso faszinierend wie problematisch ist.

 

TOY STORY 5
Die Evolution des Ephemeren

Unter der Regie von Andrew Stanton und McKenna Harris manifestiert sich ein filmisches Requiem, das die nostalgische Essenz des Pixar-Kanons durch eine komplexe technologische Linse bricht und die ontologische Zerbrechlichkeit unserer einst so geschätzten Spielzeugikonen in einem Diskurs über den Wandel kindlicher Interaktion brillant rekontextualisiert.

 

Chéri, ich komme! - Die Erfindung der Lust

„Chéri, ich komme! – Die Erfindung der Lust“ verwandelt ein ungewöhnliches Kapitel jüngerer Technikgeschichte in eine ebenso charmante wie kluge Beziehungskomödie. Reem Kherici nutzt den weiblichen Orgasmus nicht als Anlass für derbe Pointen, sondern als Ausgangspunkt einer Reflexion über Intimität, Kommunikation und geschlechtsspezifische Tabus. Dabei verbindet der Film feministische Fragestellungen mit leichtfüßigem Humor und einer bemerkenswert unaufgeregten Humanität.

 

DREAMS - Gefährliches Verlangen

Mit „Dreams – Gefährliches Verlangen“ legt Michel Franco eine ebenso verstörende wie faszinierende Studie über Macht, Begehren und Klassenverhältnisse vor. Jessica Chastain trägt das Drama mit einer ebenso kontrollierten wie schmerzlich ambivalenten Darstellung, die jede moralische Eindeutigkeit verweigert.

 

TO MY SISTERS
Zeugenschaft, Solidarität und die
Rekonstruktion weiblicher Subjektivität

TO MY SISTERS ist weit mehr als eine Dokumentation über Krieg, Flucht und Terrorismus – der Film versteht sich als Archiv weiblicher Erinnerung und als filmischer Akt der Solidarität. Regisseur Mohamad Falak verbindet drei außergewöhnliche Biografien zu einer vielschichtigen Reflexion über Gewalt, Widerstand und die politischen Konsequenzen patriarchaler Herrschaftssysteme.

 

KRAKEN - Erwachen der Tiefe

„Kraken – Erwachen der Tiefe“ verbindet den klassischen Monsterfilm mit einer ökologischen Parabel, deren spektakuläre Bilder tief in den Landschaften der norwegischen Fjorde verwurzelt sind. Regisseur Pål Øie transformiert den mythologischen Kraken in eine filmische Metapher für die Folgen menschlicher Eingriffe in fragile Ökosysteme. Dabei entfaltet sich ein Creature Feature, das seine Spannung weniger aus permanenter Aktion als aus kontrollierter Suspense und atmosphärischer Verdichtung gewinnt.

 

Das geheime Stockwerk

Eine Mit „Das geheime Stockwerk“ gelingt Norbert Lechner ein ebenso sensibles wie spannungsreiches Erinnerungsdrama für ein junges Publikum. Der Film verbindet Zeitreise-Motiv und historische Präzision zu einer eindringlichen Reflexion über Verantwortung und Zivilcourage. Statt Pathos setzt er auf Perspektive – und macht die Bruchstellen des Jahres 1938 im Alltag erfahrbar.

 

Ein fast perfekter Antrag

Späte Liebe trifft auf Hörsaal-Debatten: „Ein fast perfekter Antrag“ inszeniert die Romantik als Reifeprüfung. Zwischen Kunstgeschichte und Lebensgeschichte entfaltet sich eine Komödie über Lernprozesse jenseits der 60. Marc Rothemund vertraut auf die Strahlkraft seiner Stars – und auf die produktive Reibung der Generationen.

 

DIE ÄLTERN

Ein Film über den leisen Zerfall einer bürgerlichen Komfortzone – präzise beobachtet, aber selten riskant. DIE ÄLTERN seziert männliche Selbstgewissheiten im Spätstadium der Familienidylle. Zwischen feiner Alltagsbeobachtung und erzählerischer Glätte bleibt die Krise merkwürdig folgenlos. Ein Film, das mehr Fragen aufwirft, als es sich zu stellen traut.

 

Was haben wir gelacht
Das Lachen als Widerstand

Humor ist niemals bloß Unterhaltung – er ist Ausdruck gesellschaftlicher Machtverhältnisse und zugleich ein Instrument ihrer Infragestellung. „Was haben wir gelacht“ zeichnet die Geschichte weiblicher Comedy im deutschen Fernsehen als Geschichte kultureller Emanzipation nach. Die Dokumentation verbindet Mediengeschichte mit feministischer Gesellschaftsanalyse und eröffnet einen neuen Blick auf Jahrzehnte bundesdeutscher Unterhaltungskultur.

 

PAW Patrol™: Dinowelt:
Die Welpen erobern die Dino-Insel!

Von der Flimmerkiste zur virtuellen Rettungsmission: Wenn die anthropomorphen Weltenretter in die Ära des Mesozoikums vordringen, offenbart sich die medienübergreifende Omnipräsenz eines Phänomens, das die kindliche Sozialisation durch das Narrativ des technokratischen Altruismus maßgeblich determiniert.

 

RESERVOIR DOGS
Die Geburt einer neuen Filmsprache

Mit „Reservoir Dogs“ betrat 1992 ein Debütfilm die Bühne des internationalen Kinos, der das amerikanische Independent-Kino nachhaltig verändern sollte. Quentin Tarantino verband Genrefilm, Theaterästhetik und cinephile Selbstreflexion zu einer ebenso radikalen wie eleganten Neudefinition des Gangsterfilms. Mehr als drei Jahrzehnte nach seiner Premiere erweist sich Reservoir Dogs als ein Schlüsselwerk der Filmgeschichte – kompromisslos, stilbildend und bis heute erstaunlich modern.

 

GOOD LUCK, HAVE FUN, DON'T DIE

„Good Luck, Have Fun, Don’t Die“ verbindet Science-Fiction, Satire und Zeitreise zu einem der ungewöhnlichsten Genrebeiträge der jüngeren Vergangenheit. Gore Verbinski nutzt den Unterhaltungsfilm als Labor für eine ebenso komische wie verstörende Reflexion über Künstliche Intelligenz, gesellschaftliche Verantwortung und den Verlust menschlicher Urteilskraft. Zwischen anarchischem Humor und philosophischer Dystopie entfaltet sich ein Werk, das ebenso unterhält wie irritiert.

 

DAS DRAMA

Zwischen Liebesversprechen und latentem Schrecken entfaltet sich eine Parabel auf die Fragilität des Normalen. Ein Film, der die bürgerliche Fassade seziert und darunter ein verstörendes gesellschaftliches Unbewusstes freilegt. Mit bitterem Humor und kalkulierter Provokation wird Intimität zur politischen Arena. Ein Werk, das dort schmerzt, wo es am wahrhaftigsten ist: im Selbstbild der Gegenwartsgesellschaft.

 

Der Magier im Kreml

Macht als Inszenierung, Politik als Bühne: Ein Blick hinter die Kulissen des Kreml. Zwischen Zynismus und Verführung entfaltet sich ein Porträt strategischer Manipulation. „Der Magier im Kreml“ denkt Politik als ästhetisches System. Ein Film, der seine Faszination aus der Kälte der Macht gewinnt.

 

Ein Sommer in Italien - WM 1990

Ein Sommer, der weit über den Fußball hinausreichte. „Ein Sommer in Italien – WM 1990“ verwandelt sportliche Erinnerung in ein vielschichtiges filmisches Zeitdokument. Zwischen Archivbildern, persönlichen Rückblicken und historischen Resonanzen entsteht das Porträt einer Mannschaft, die Geschichte schrieb. So wird aus einem Turnier ein kollektives Gedächtnisbild – und aus einem Dokumentarfilm ein Stück deutscher Kulturgeschichte.

 

How To Make A Killing – Todsicheres Erbe

Zwischen schwarzer Komödie und sozialer Diagnose entfaltet sich ein Spiel um Gier und Zugehörigkeit. Ein Film, der das Verbrechen als Symptom gesellschaftlicher Ordnungen liest. HOW TO MAKE A KILLING verbindet narrative Raffinesse mit bitterer Ironie. Ein ebenso unterhaltsames wie beunruhigendes Porträt moderner Aufstiegsfantasien.

 

Am Ende des Fortschritts
Zwischen ökologischer Endzeitdiagnose und
der Suche nach einer neuen politischen Ordnung

Was bleibt vom Fortschritt, wenn seine Verheißungen an den planetaren Grenzen zerschellen? Kohei Saito entwirft eine ebenso provokante wie intellektuell anspruchsvolle Gegenwartsdiagnose, die den Kapitalismus nicht reformieren, sondern grundsätzlich überwinden möchte. „Am Ende des Fortschritts“ verbindet politische Theorie, Klimaforschung und marxistische Philosophie zu einem radikalen Entwurf für das 21. Jahrhundert. Ein unbequemes, faszinierendes und hochaktuelles Buch, das weniger Antworten liefert als die großen Zukunftsfragen unserer Zivilisation mit neuer Dringlichkeit stellt.

 

KASKADEN
Die fragile Mechanik des Seins

In einer Ära, in der das literarische Debüt allzu oft in den Untiefen einer rein ästhetisch motivierten Oberflächlichkeit zu versinken droht, artikuliert Louise K. Böhms Erstlingswerk eine Dringlichkeit, die das Lesepublikum – gleichsam wie eine molekularbiologische Suspension, die unter der Last des Unwesentlichen zu kollabieren droht – in ein Geflecht aus existentieller Sehnsucht, soziokultureller Entfremdung und der imperativen Suche nach einem authentischen, vom patriarchalen Diktat befreiten Selbstverständnis zieht.

 

GELBE BRIEFE
Die Fragilität der Freiheit

Regisseur Ilker Çatak kehrt mit seinem neuen Werk zurück und seziert in „Gelbe Briefe“ den schleichenden Verlust bürgerlicher Privilegien in einem autokratischen Klima. Das nun für das Heimkino erhältliche Drama verbindet ein intimes Familienporträt mit einer universellen Warnung vor dem Schwinden des kulturellen Freiraums.

 

VAIANA
Zwischen Mythos und Materialität

Zwischen Ehrfurcht vor einem modernen Animationsklassiker und dem Mut zur Neuinterpretation entfaltet „Vaiana“ eine bemerkenswert stimmige filmische Identität. Die Realverfilmung beweist, dass das Kino seine eigenen Bilder nicht zwangsläufig wiederholen, sondern produktiv weiterdenken kann. Zugleich eröffnet der Film eine neue Perspektive auf die kulturhistorische Debatte um Realadaptionen erfolgreicher Animationswerke.

 

Etwas ganz Besonderes
Zwischen Identität und Erinnerung

Zwischen familiären Verwerfungen, ostdeutscher Identität und der Suche nach einem Platz im eigenen Leben entfaltet „Etwas ganz Besonderes“ seine leise Kraft. Eva Trobisch verbindet psychologische Präzision mit einer außergewöhnlich offenen Erzählweise, die den Figuren Raum zum Atmen gibt. Im Zentrum steht die beeindruckende Entdeckung Frida Hornemann, deren nuanciertes Spiel den Film nachhaltig prägt.

 

ARNOLD
Der Mensch als Mythos

Kaum eine Biografie des 20. Jahrhunderts vereint Mythos und Wirklichkeit so konsequent wie jene Arnold Schwarzeneggers. Der monumentale Bildband ARNOLD zeichnet den Weg eines Auswanderers nach, der Bodybuilding, Hollywood und Politik gleichermaßen prägte. Dabei entsteht weit mehr als eine opulente Lebenschronik: Das Werk untersucht die Konstruktion einer globalen Ikone der Popkultur. Der TASCHEN Verlag legt damit eines der außergewöhnlichsten Künstler- und Persönlichkeits-bücher der vergangenen Jahre vor.

 

BURN THE WITCH
Zwischen Drachen, Hexen und Popmoderne

London war selten so magisch wie in dieser ungewöhnlichen Fantasy-Vision zwischen Urban Fantasy und Shonen-Abenteuer. Mit „Burn the Witch“ erweitert Tite Kubo das Universum von Bleach um eine faszinierende neue Mythologie. Die dreiteilige Mini-Serie verbindet spektakuläre Animationen, charismatische Figuren und eine außergewöhnliche Bildsprache zu einem ebenso eleganten wie kurzweiligen Gesamtkunstwerk.

 

Wir waren Wunder
Im Schatten des Genies, im Licht der Geschichte

Mit „Wir waren Wunder“ richtet Stefan Cordes den Blick auf eine der faszinierendsten Frauenfiguren der europäischen Musikgeschichte. Der Roman erzählt nicht nur von einer außergewöhnlichen Familie, sondern von Talent, gesellschaftlichen Zwängen und dem Preis weiblicher Unsichtbarkeit. Zwischen historischer Rekonstruktion und literarischer Imagination entsteht ein eindrucksvolles Porträt Maria Anna »Nannerl« Mozarts. Ein kluger Roman über Musik, Erinnerung und die Frage, wem die Geschichte erlaubt, ein Genie zu sein.

 

phil.COLOGNE 2026
Denken als öffentliche Praxis

Wo politische Polarisierung oft den öffentlichen Diskurs bestimmt, schafft die phil.COLOGNE Räume für das gemeinsame Nachdenken. Das größte Philosophie-Festival Deutschlands hat sich längst zu einer der bedeutendsten geisteswissenschaftlichen Plattformen Europas entwickelt. Auch die vierzehnte Ausgabe bewies eindrucksvoll, dass Philosophie kein akademisches Nischenfach, sondern ein gesellschaftliches Orientierungsangebot ist.

 

ALPHA

Ein Film, der große Themen beschwört – und an ihnen zerbricht. Julia Ducournau verlässt das Genre und verliert dabei ihre stärkste Ausdrucksform. Zwischen Allegorie und Abstraktion versickert jede emotionale Dringlichkeit. Zurück bleibt ein Werk, das mehr behauptet als es erfahrbar macht.

 

DEAD OF WINTER - Eisige Stille

Eine vereiste Landschaft wird in „DEAD OF WINTER – Eisige Stille“ zum Schauplatz eines ungewöhnlichen Survival-Thrillers, der Suspense und Charakterstudie miteinander verbindet. Im Zentrum steht keine klassische Actionheldin, sondern eine ältere Frau, deren Widerstandskraft aus Erfahrung, Entschlossenheit und stiller Kompetenz erwächst. Regisseur Brian Kirk nutzt die winterliche Isolation, um Gewalt nicht als Spektakel, sondern als permanente Bedrohung erfahrbar zu machen.

 

BLUE MOON

Ein Film wie ein leiser Abgesang auf das Genie im Schatten des eigenen Ruhms. „Blue Moon“ entfaltet die fragile Melancholie eines Künstlers zwischen Triumph und Vergessen. Richard Linklater verwandelt Dialoge in Musik und Erinnerung in Gegenwart. Ein intimes Porträt über Kunst, Identität – und die Angst, zurückzubleiben.

 

FALLOUT
Das Ende der Welt als Anfang einer neuen Mythologie

Aus einem der einflussreichsten Videospieluniversen der vergangenen drei Jahrzehnte ist eine der intelligentesten Science-Fiction-Serien unserer Zeit entstanden. „Fallout“ verbindet rabenschwarzen Humor, philosophische Gesellschaftskritik und spektakuläres Worldbuilding zu einem außergewöhnlichen Fernsehereignis. Die ersten beiden Staffeln beweisen eindrucksvoll, dass Videospielverfilmungen längst den Schatten ihrer Herkunft verlassen haben.

 

KAMPFZONEN
Verletzlichkeit als Frontlinie

Krieg hinterlässt nicht nur zerstörte Städte, sondern auch versehrte Körper und erschütterte Biografien. Sophia Wilk-Vollmann verbindet medizinische Erfahrung mit gesellschaftlicher Reflexion und eröffnet einen ungewöhnlichen Blick auf die Schnittstellen von Gewalt, Schönheit und Identität. „Kampfzonen“ hinterfragt unsere Vorstellungen von Heilung ebenso wie den kulturellen Umgang mit körperlicher Verletzlichkeit. Ein außergewöhnliches Buch über Medizin als humanistische Praxis in einer Welt permanenter Krisen.

 

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