DVD & BLU-RAY | 06.03.2025

THINGS WILL BE DIFFERENT

Nach einem Raubüberfall verstecken sich die entfremdeten Geschwister Joseph und Sidney mit ihrer Beute in einem verlassenen Farmhaus, das sie in eine andere Zeitebene transportieren kann. Doch der Rückweg in die Gegenwart wird ihnen versperrt: Eine mysteriöse Geheimorganisation lässt die Geschwister nur dann zurückreisen, wenn sie den sogenannten Besucher ausschalten.

von Richard-Heinrich Tarenz


© 2024 Pandastorm Pictures

Nach einem Raubüberfall, der nicht ganz nach Plan verläuft, müssen Joseph (Adam David Thompson) und seine kleine Schwester Sidney (Riley Dandy) in ein nahe gelegenes Restaurant flüchten, um einen Plan B zu schmieden. Aber wie sollen sie sich vor der Polizei verstecken, die die ganze Stadt nach ihnen absucht? Da kommt ihnen die Idee, sich in einer nahegelegenen Farm zu verstecken. Dabei handelt es sich nicht um irgendeine verlassene Farm, sondern um ein Portal in eine andere Zeit. Und Joseph weiß, wie man das Raum-Zeit-Kontinuum manipulieren kann. Alles, was sie jetzt brauchen, sind 15 Tage Auszeit in einer Dimension, in der keine einzige andere Seele lebt und in der sich der Kühlschrank automatisch füllt. Doch als dieser multidimensionale Urlaub enden soll, läuft nichts wie geplant.

„Things Will Be Different“, ein Independent-Horrorfilm des Jahres 2024, präsentiert sich als ambitioniertes Werk, das Elemente von Zeitreise, psychologischem Thriller und Home-Invasion-Horror miteinander verwebt. Der Film, der nach seiner Premiere auf dem Sundance Film Festival nun auch für das Heimkino verfügbar ist, versucht, Genregrenzen zu überschreiten und eine düstere, atmosphärische Erzählung zu kreieren. Doch inwieweit gelingt es dem Film, seine ambitionierten Ziele zu erreichen? Die Geschichte folgt entfremdeten Geschwistern, die nach einem missglückten Raubüberfall auf der Flucht vor der Polizei in einem verlassenen Bauernhaus Unterschlupf suchen.


© 2025 Pandastorm Pictures

Dort geraten sie in eine Zeitschleife und werden von einer unbekannten, bedrohlichen Macht heimgesucht. Die Geschwister müssen sich nicht nur den Gefahren der Gegenwart stellen, sondern auch den Geheimnissen ihrer Vergangenheit und den inneren Dämonen, die sie verfolgen. „Things Will Be Different“ zeichnet sich durch eine düstere und beklemmende Atmosphäre aus. Die Inszenierung ist minimalistisch und setzt auf visuelle Effekte, um die surreale und bedrohliche Stimmung zu verstärken. Die fragmentierte Erzählweise, die zwischen verschiedenen Zeitebenen und Realitäten springt, trägt zur Verwirrung und Desorientierung des Zuschauers bei. Die visuelle Gestaltung des Films ist zweifellos eine seiner größten Stärken. Die düstere Atmosphäre und die surrealen Bilder schaffen eine eindringliche und beunruhigende Stimmung. Auch die thematische Tiefe des Films, die sich mit Familientraumata, Schuld und Sühne auseinandersetzt, ist bemerkenswert.

Der Film wirft Fragen nach der Natur der Zeit und der Möglichkeit der Wiedergutmachung auf. Die fragmentierte Erzählweise und die zahlreichen Zeitschleifen machen die Handlung jedoch schwer nachvollziehbar. Der Zuschauer wird mit einer Vielzahl von Informationen und Andeutungen konfrontiert, die oft unzusammenhängend wirken und mehr Fragen aufwerfen als beantworten. Zudem fehlt es den Charakteren an Tiefe und emotionaler Bindung. Ihre Handlungen und Motive bleiben oft undurchsichtig, was das Mitfiebern mit ihren Schicksalen erschwert. Die schauspielerischen Leistungen sind solide, aber nicht herausragend. Die Darsteller verkörpern ihre Rollen glaubwürdig, doch die eindimensionale Charakterzeichnung lässt wenig Raum für nuancierte Darstellungen. „Things Will Be Different“ ist ein ambitionierter Sci-Fi-Thriller, der mit seinen Genremix und seiner düsteren Atmosphäre überzeugt. Doch die verwirrende Handlung und die fehlende emotionale Bindung trüben das Gesamtbild.


THINGS WILL BE DIFFERENT

ET: 28.02.25: Mediabook / 14.03.25: digital | FSK 16
R: Michael Felker | D: Adam David Thompson, Riley Dandy, Chloe Skoczen
USA 2024 | Pandastorm Pictures


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