Peter Segals „Tommy Boy – Durch dick und dünn“,
ein Werk, das in den 1990er-Jahren die Kinoleinwände eroberte
und nun erstmals in einer restaurierten 4K-UHD-Version für das
Heimkino erscheint, bleibt ein ambivalentes Zeugnis einer Ära,
in der Slapstick und Buddy-Komödien Hochkonjunktur hatten. Der
Film, der von der ungleichen Freundschaft zwischen dem naiven Tommy
Callahan (Chris Farley) und dem zynischen Richard Hayden (David Spade)
erzählt, oszilliert zwischen Momenten der urkomischen Albernheit
und einer überraschenden emotionalen Tiefe. Die Handlung, die
von der Rettung eines Familienunternehmens vor dem finanziellen Ruin
erzählt, dient als Rahmen für eine Odyssee durch die Absurditäten
des amerikanischen Traums. Tommy, der nach dem Tod seines Vaters in
die Fußstapfen des Firmenchefs treten muss, ist denkbar ungeeignet
für diese Rolle. Seine Tollpatschigkeit und sein Mangel an Geschäftssinn
stehen im krassen Gegensatz zu Richards zynischem Pragmatismus.
Segal
setzt auf eine Mischung aus Slapstick und Situationskomik, die vor
allem von Chris Farleys körperlichem Einsatz getragen wird. Farleys
unbändige Energie und sein Talent für Slapstick-Einlagen
sind unbestreitbar. Doch der Film verlässt sich zu sehr auf diese
Gags, wodurch die Handlung stellenweise in den Hintergrund gerät.
Chris Farley und David Spade bilden ein ungleiches Duo, dessen Chemie
auf der Leinwand funktioniert. Farleys naive Begeisterung und Spades
zynischer Sarkasmus ergänzen sich auf humorvolle Weise. Dennoch
bleiben die Charaktere eindimensional und erfüllen lediglich
die Klischees des Buddy-Comedy-Genres.