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Film
Festival Cologne 2026
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Zwischen
Trauer und Westernmythos Die erste Staffel von THE MADISON erzählt von Trauer, familiärer Entwurzelung und der Suche nach einem neuen Verhältnis zur eigenen Lebensgeschichte – und bewegt sich dabei zwischen eindringlichem Melodram und konservativ grundierter Sehnsucht nach ländlicher Ursprünglichkeit. Taylor Sheridan kontrastiert die urbane Lebenswelt New Yorks mit der Weite Montanas, während Michelle Pfeiffers Figur nach dem Verlust ihres Mannes mit den Grenzen ihrer bisherigen Identität konfrontiert wird. |
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| So
klingt das Leben In „So klingt das Leben“ verwandelt Daniel Sánchez Arévalo eine regionale Musiktradition Galiciens in den Ausgangspunkt einer bewegenden Erzählung über Trauer, Schuld und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Nach einem tödlichen Schiffsunglück versucht ein spanisches Küstendorf, seine eingeschlafene Rondalla-Tradition wiederzubeleben und damit verlorene Lebensfreude zurückzugewinnen.
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| The
Social Reckoning Sechzehn Jahre nach „The Social Network“ richtet Aaron Sorkin den Blick erneut auf die Macht der digitalen Plattformen und ihre gesellschaftlichen Folgen. Im Zentrum steht die Whistleblowerin Frances Haugen, die sichtbar macht, wie algorithmische Reichweite, wirtschaftliche Interessen und die Verbreitung von Hass ineinandergreifen. Der Film verbindet investigatives Drama mit einer Kritik an einer Öffentlichkeit, in der Aufmerksamkeit zur Ware und Empörung zum Geschäftsmodell geworden ist.
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| HEIMSUCHUNG - Eine Jahrhundertgeschichte Volker Schlöndorff erzählt ein Jahrhundert deutscher Geschichte nicht aus der Perspektive ihrer großen Ereignisse, sondern aus den Räumen, in denen Menschen sie erdulden, verdrängen und erinnern. Ein Haus am See wird zum psychischen Resonanzkörper einer Gesellschaft, deren politische Brüche sich in Besitzwechseln, Verlusten, Dingen und verstummten Erinnerungen einschreiben. Zwischen Weimarer Republik, Nationalsozialismus, deutscher Teilung und Wiedervereinigung entsteht so weniger ein historisches Panorama als eine Studie über Heimat, Entwurzelung und die Sehnsucht nach Dauer.
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| Das
Geheimnis der gestohlenen Maske Das deutsche Gegenwartskino zeigt seit geraumer Zeit erhebliche Defizite bei der filmischen Auseinandersetzung mit den Schattenseiten der eigenen Kolonialvergangenheit, was sich sowohl an den geschichtsdramatischen Versuchen in „Der vermessene Mensch“ als auch an den spekulativ-generischen Wagnissen des Horrorfilms „Home Sweet Home — Wo das Böse wohnt“ abbilden lässt.
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| SPEED
DEMON Mit dem Genrebastard SPEED DEMON unternimmt Regisseur Jon Keeyes das Wagnis, klaustrophobischen Schienenactionthriller mit den Motiven des sakralen Besessenheitshorrors zu verknüpfen. Im Zentrum des Geschehens steht eine mit patriarchalen Klerikaldogmen brechende Nonne, deren Konfrontation mit einem uralten Dämon als feministisch-subversives Emanzipationsnarrativ angelegt ist. |
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| SCARED
SHITLESS Mit „Scared Shitless“ verwandelt Regisseur Vivieno Caldinelli ein alltägliches Handwerk in den Ausgangspunkt einer grotesken Creature-Feature-Komödie. Ein Klempner und sein von Verlustängsten geprägter Sohn geraten bei einem Routineeinsatz in einem Wohnkomplex an eine biotechnologisch erzeugte Kreatur. Zwischen handgefertigten Monstereffekten, schwarzem Humor und liebevollen Verweisen auf den Genrekanon entfaltet sich ein Film, der seine bescheidenen Produktionsmittel mit Einfallsreichtum kompensiert. |
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| Zwischen
Ölmacht und Familienerbe Die zweite Staffel von „Landman“ erweitert Taylor Sheridans texanisches Ölpanorama um eine vielschichtige Studie familiärer Bindungen, ökonomischer Abhängigkeiten und persönlicher Verluste. Billy Bob Thornton, Demi Moore und Sam Elliott verleihen einem Figurenensemble Kontur, dessen private Krisen eng mit den Machtmechanismen der Ölindustrie verwoben sind. Zwischen unternehmerischen Intrigen, generationsübergreifenden Konflikten und existenziellen Umbrüchen entwickelt die Serie eine zunehmend psychologische Perspektive auf den amerikanischen Traum.
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Na Hong-jins Science-Fiction-Thriller verwandelt die Peripherie Koreas in ein kinetisches Versuchslabor des Misstrauens. Zwischen Groteske, Actionkino und kosmischem Schrecken untersucht der Film die Gewalt, die aus dem Unverstandenen erwächst. Ein formal überbordendes Genrestück, das seine spektakuläre Oberfläche zunehmend als moralisches und gesellschaftliches Gleichnis lesbar macht.
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BABYLON
BERLIN Mit der fünften Staffel führt „Babylon Berlin“ seine Figuren an den historischen Abgrund der Weimarer Republik. Zwischen Kriminalfilm, politischem Drama und melancholischem Zeitbild entsteht ein außergewöhnlich sensibles Porträt der letzten Wochen vor der nationalsozialistischen Diktatur. Vom 30. Januar bis zum Reichstagsbrand verdichtet sich die Geschichte auf wenige Wochen, in denen private Beziehungen, politische Hoffnungen und gesellschaftliche Freiheiten irreversibel zerbrechen. |
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Die
Wochenkinder: Ein Buch über die Wochenkinder der DDR erzählt nicht nur von einer besonderen Form staatlicher Kinderbetreuung, sondern von den langfristigen biografischen Folgen früher institutioneller Trennung. Alexander Teske verbindet persönliche Erfahrungsberichte mit fachlicher Einordnung und macht damit sichtbar, was lange außerhalb des öffentlichen Bewusstseins lag. |
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| MOTHER
MARY David Lowery verwandelt mit „Mother Mary“ die Geschichte eines Popstars und einer Modedesignerin in ein entrücktes Drama über Kunst, Ruhm und verdrängte Verletzungen. Anne Hathaway und Michaela Coel verkörpern zwei Frauen, deren einstige künstlerische Symbiose in eine schmerzhafte Konfrontation mit Vergangenheit und Identität umschlägt. Zwischen Popästhetik, Musical, Gothic-Horror und surrealem Beziehungsdrama entsteht ein Film, der weniger einer klassischen Handlung folgt als emotionalen und visuellen Assoziationen.
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Der
Kopf des Osiris Michael E. Habicht verbindet in „Der Kopf des Osiris“ archäologische Befunde mit der Frage, wie belastbar die etablierten Deutungsmuster der altägyptischen Forschung tatsächlich sind. Im Zentrum stehen Monumente wie das Osireion, die Pyramiden von Gizeh und der Sphinx, deren Datierung, Funktion und kultureller Kontext der Autor einer erneuten Betrachtung unterzieht. Dabei entwickelt Habicht ein interdisziplinäres Panorama aus Archäologie, Ägyptologie, Naturwissenschaft und Ideengeschichte, das etablierte Gewissheiten mit spekulativen Hypothesen konfrontiert. |
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| The
Zero Collection Wo einst der Aperitif den Auftakt des Abends bestimmte, gewinnt heute eine andere Form des Genusses an Kontur: das bewusste Weglassen von Alkohol. Mit „The Zero Collection“ führt das art’otel Cologne eine eigenständige 0,0%-Karte ein und reagiert damit auf eine urbane Genusskultur, die Differenzierung statt Verzicht sucht. In der hoteleigenen Lounge Bar Artelier treffen alkoholfreie Weine, Biere, Cocktails und Spirituosen auf die charakteristische Kunstwelt des Hauses und den Blick auf den Rhein. |
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„Verity – Dunkle Geheimnisse“ möchte psychologischen Thriller, erotisches Melodram und gotische Familiengeschichte zugleich sein – und verliert dabei seine tonale Mitte. Michael Showalter verwandelt Colleen Hoovers Bestseller in ein luxuriös ausgestattetes, aber erstaunlich lebloses Suspense-Konstrukt. Wo der Film Ambivalenz verspricht, setzt er auf Markierungen; wo Begehren entstehen soll, bleibt vor allem kalkulierte Provokation. |
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Die
Dialektik des gealterten Gangsters TULSA KING macht aus dem alternden Gangster erneut eine Figur zwischen Anachronismus und Selbstbehauptung. Die dritte Staffel erweitert Dwights Welt um politische Macht, familiäre Konflikte, organisierte Kriminalität und eine Vergangenheit, die mit neuer Wucht zurückkehrt. Sylvester Stallone trägt die Serie weiterhin mit jener eigentümlichen Mischung aus physischer Präsenz, Lakonie und verletzlicher Selbstironie, die ihren besonderen Charakter begründet. |
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| JACKASS:
EINER GEHT NOCH Am 28. September war der Digitalstart von „Jackass: Einer geht noch“. Wir blicken aus diesem Anlass auf ein Vierteljahrhundert anarchischer Körperkomik zurück. Aus der MTV-Provokation wurde ein einzigartiges Kinophänomen zwischen Stuntfilm, Slapstick, Performance und dokumentarischer Selbstentblößung. Sechs Kinofilme haben die Grenzen des Zumutbaren immer wieder verschoben und dabei eine ganze Ästhetik digitaler Unterhaltung vorweggenommen. |
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Die
Vermessung des Unsichtbaren Tibets buddhistische Wandmalereien werden in „Murals of Tibet, Baby SUMO“ zu einem überwältigenden Panorama sakraler Bildwelten. Mit fotografischer Präzision erschließt der Band jahrhundertealte Kunstwerke, deren Details bislang kaum in dieser visuellen Dichte zugänglich waren. Das monumentale TASCHEN-Buch verbindet digitale Bildtechnologie, kunsthistorische Forschung und die Materialität eines außergewöhnlichen Buchobjekts. So wird aus einem Fotoband ein visuelles Archiv und zugleich eine Einladung, Kultur nicht nur zu betrachten, sondern sich ihrem Denken und ihrer Spiritualität anzunähern. |
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| PANS
LABYRINTH Guillermo del Toros „Pans Labyrinth“ verwandelt die Geschichte des Faschismus in ein Märchen von verstörender Schönheit. Das Fantastische dient dabei nicht der Flucht aus der Wirklichkeit, sondern ihrer schonungslosen Erkenntnis. Zwischen kindlicher Imagination, politischer Gewalt und mythischer Bildordnung entsteht ein Kino der moralischen Ambivalenz. Die Wiederaufführung am 06. Oktober in der „BEST OF CINEMA – Reihe“ lädt dazu ein, diesen Klassiker neu zu vermessen. |
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| Shaun
das Schaf – Spuk im Kürbisfeld Mit „Shaun das Schaf – Spuk im Kürbisfeld“ kehrt eine der eigensinnigsten Figuren des britischen Animationskinos auf die große Leinwand zurück. Die neue Geschichte verbindet anarchischen Slapstick mit klassischen Motiven des Horrorfilms und bewahrt dabei den wortlosen Charme der Knetanimation. Hinter dem kindgerechten Chaos erweist sich einmal mehr eine verblüffend präzise Bildkomik, die ihre Pointen auf mehreren Wahrnehmungsebenen organisiert. |
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| Frau
Winkler verlässt das Haus Doris Dörrie verbindet künstliche Intelligenz, Mutter-Tochter-Konflikt und Tschechows „Drei Schwestern“ zu einer melancholischen Tragikomödie über Fürsorge und Autonomie. Angela Winkler und Laura Tonke verleihen der schwierigen Beziehung zwischen Abhängigkeit, Selbstbehauptung und dem Wunsch nach einem eigenen Leben große emotionale Ambivalenz. Pflegeroboter Pawlowitsch wird dabei weniger zum Zukunftsszenario als zum Spiegel menschlicher Nähe und ihrer Widersprüche. Zum Kinostart am 01. Oktober erzählt der Film mit feinem Humor von der Kunst, füreinander da zu sein, ohne einander festzuhalten. |
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Ein Mord, ein Dorf – und eine Herde als Ermittlungsinstanz. Zwischen pastoralem Idyll und kriminalistischer Verspieltheit entsteht ein ungewöhnlicher Ton. Dieser Film verwandelt das Tierische in ein erkenntnistheoretisches Experiment. Eine Komödie, die Leichtigkeit mit subtiler Reflexion verbindet. |
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| THIS
IS ENGLAND Shane Meadows’ „This is England“ verbindet persönliche Erinnerung und nationale Geschichte zu einem präzisen Porträt des britischen Gesellschaftszustands der frühen 1980er-Jahre. Aus der Perspektive eines zwölfjährigen Jungen erzählt der Film von Klasse, Verlust und Zugehörigkeit – und von der politischen Vereinnahmung einer Jugendkultur. Seine Verbindung aus Sozialrealismus, Coming-of-Age, Popkultur und autobiografischer Rückschau hat dem britischen Gegenwartskino eine unverwechselbare Perspektive auf nationale Identität gegeben. |
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