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Architektur der Verflechtungen
Norman Fosters Werk zwischen konstruktiver
Präzision und globaler Netzwerklogik

Der Mythos von Birmingham kehrt zurück – größer, dunkler und zugleich elegischer als je zuvor. Mit „Peaky Blinders: The Immortal Man“ wird eine der stilprägendsten Serien der Streaming-Ära endgültig zum Kino-Epos. Zwischen Gangsterlegende, geopolitischem Drama und melancholischem Charakterporträt entfaltet sich ein erstaunlich reifer Abschluss der Shelby-Saga.


SHELTER

Zwischen rauer Küstenlandschaft und globaler Verschwörung entfaltet sich ein konzentriertes Actiondrama. „Shelter“ verbindet klassische Genreversatzstücke mit emotionaler Intimität. Im Zentrum: eine unerwartete Beziehung, getragen von physischer Präsenz und verletzlicher Energie. Und eine junge Schauspielerin, deren Intensität den Film über seine Konventionen hinaushebt.

 

Osterzeit ist Entdeckerzeit

Wenn der Frühling erwacht, beginnt mehr als nur eine neue Jahreszeit – es eröffnet sich ein kultureller Möglichkeitsraum zwischen Kindheit, Ritual und Pop. Ostern wird dabei zur Bühne einer stillen, aber wirkungsmächtigen Erzähltradition. Figuren wie die Maus, der kleine Maulwurf oder Bobo Siebenschläfer sind längst mehr als Kinderhelden – sie sind kollektive Erinnerungsanker. Zwischen Zeichentrick, Puppenspiel und Naturbeobachtung entsteht so ein überraschend vielschichtiges Panorama moderner Frühlingskultur.

 

KOKUHO - Meister des Kabuki

Ein Film wie ein Ritual: „Kokuho – Meister des Kabuki“ öffnet den Blick auf eine jahrhundertealte Kunstform. Zwischen Disziplin, Rivalität und Hingabe entfaltet sich ein Epos über Leben im Dienst der Bühne. Kabuki erscheint hier nicht als Folklore, sondern als lebendiges kulturelles Gedächtnis Japans. Und in der Präzision seiner Bilder wird Kino selbst zur Form der Verwandlung.

 

BLUE MOON

Ein Film wie ein leiser Abgesang auf das Genie im Schatten des eigenen Ruhms. „Blue Moon“ entfaltet die fragile Melancholie eines Künstlers zwischen Triumph und Vergessen. Richard Linklater verwandelt Dialoge in Musik und Erinnerung in Gegenwart. Ein intimes Porträt über Kunst, Identität – und die Angst, zurückzubleiben.

 

PUMUCKL und das große Missverständnis

Zwischen nostalgischer Rückkehr und behutsamer Modernisierung entfaltet sich „Pumuckl und das große Missverständnis“. Der Film balanciert kindliche Verspieltheit mit leisen emotionalen Untertönen. Dabei wird ein vertrauter Kosmos neu vermessen, ohne seine Wurzeln zu verleugnen. Ein Werk, das Erinnerung und Gegenwart in ein ambivalentes, aber reizvolles Verhältnis setzt.

 

TURBULENCE

Ein Heißluftballon wird zum Schauplatz eskalierender Beziehungen und verborgener Wahrheiten. „Turbulence“ kombiniert Kammerspiel-Ästhetik mit den Mechanismen des Thrillers. Zwischen psychologischem Drama und pulpiger Zuspitzung entfaltet sich ein ambivalentes Spannungsfeld.

 

V/H/S/85

Ein Archiv aus Angst, gebannt auf flimmerndem Magnetband. Zwischen Nostalgie und Nihilismus entfaltet sich ein vielstimmiger Horror. „V/H/S/85“ verwandelt mediale Erinnerung in ein ästhetisches Experiment. Ein Genrebeitrag, der seine Form ebenso ernst nimmt wie seinen Schrecken.

 

Peaky Blinders: The Immortal Man

Der Mythos von Birmingham kehrt zurück – größer, dunkler und zugleich elegischer als je zuvor. Mit „Peaky Blinders: The Immortal Man“ wird eine der stilprägendsten Serien der Streaming-Ära endgültig zum Kino-Epos. Zwischen Gangsterlegende, geopolitischem Drama und melancholischem Charakterporträt entfaltet sich ein erstaunlich reifer Abschluss der Shelby-Saga.

 

Der Doktor und das liebe Vieh

Zwischen grünen Hügeln, Tierarztkoffern und den Nachwirkungen des Zweiten Weltkriegs entfaltet sich eine der stillsten und zugleich schönsten Serienlandschaften des britischen Fernsehens. Die sechste Staffel von „Der Doktor und das liebe Vieh“ verbindet ländliche Idylle mit erstaunlicher psychologischer Tiefe. Was zunächst wie nostalgische Wohlfühlunterhaltung erscheint, entpuppt sich als präzise Studie über Gemeinschaft, Trauma und moralische Verantwortung.

 

Weltraumkapitalismus
Die Ökonomie des Kosmos

Der Weltraum als nächste Wirtschaftsfront der Menschheit. Rainer Zitelmann denkt Raumfahrt nicht als staatliches Prestigeprojekt, sondern als Markt. „Weltraumkapitalismus“ verbindet Ideengeschichte des Unternehmertums mit kosmischer Zukunftspolitik. Ein Buch, das die Ökonomie des Alls als nächstes Kapitel der Moderne entwirft.

 

Ein Sommer in Italien - WM 1990

Ein Sommer, der weit über den Fußball hinausreichte. „Ein Sommer in Italien – WM 1990“ verwandelt sportliche Erinnerung in ein vielschichtiges filmisches Zeitdokument. Zwischen Archivbildern, persönlichen Rückblicken und historischen Resonanzen entsteht das Porträt einer Mannschaft, die Geschichte schrieb. So wird aus einem Turnier ein kollektives Gedächtnisbild – und aus einem Dokumentarfilm ein Stück deutscher Kulturgeschichte.

 

AMSTERDAMNED II - Verfluchtes Amsterdam

Vier Jahrzehnte nach einem europäischen Kultfilm kehrt der Schrecken in die Grachten zurück. „Amsterdamned II – Verfluchtes Amsterdam“ verbindet nostalgische Referenzen mit moderner Thrillerdramaturgie. Zwischen humorvoller Selbstreflexion, Genretradition und erzählerischer Überladung entsteht ein ambivalentes Sequel.

 

NO HIT WONDER

Ein Popstar mit nur einem Hit, eine Gruppe verletzlicher Außenseiter und die unerwartete Kraft der Musik. „No Hit Wonder“ verbindet Tragikomödie und musikalisches Ensemble-Drama zu einem überraschend berührenden Film. Zwischen Selbstironie, melancholischer Selbstreflexion und kollektiver Katharsis entfaltet sich eine Geschichte über das Scheitern – und über neue Formen des Glücks.

 

PHOTOSENSITIVE - Das Licht in deinen Augen

Zwischen romantischem Drama und sensibler Annäherung an das Thema Blindheit bewegt sich „Photosensitive – Das Licht in deinen Augen“. Der Film überzeugt mit visueller Eleganz und zwei bemerkenswerten Hauptdarstellungen. Gleichzeitig bleibt er inhaltlich vorsichtig, wo eine radikalere Auseinandersetzung möglich gewesen wäre.

 

KETZER
Jesus Christus und die anderen Söhne Gottes

Das frühe Christentum war ein brodelndes Universum konkurrierender Geschichten. Catherine Nixey öffnet mit „Ketzer: Jesus Christus und die anderen Söhne Gottes“ den Blick auf diese vergessene Vielfalt. Zwischen apokryphen Evangelien, radikalen Sekten und kirchlicher Machtpolitik entsteht ein Panorama religiöser Imagination. Ein ebenso gelehrtes wie faszinierendes Buch über die verdrängten Möglichkeiten der christlichen Tradition.

 

Kunst als Begegnung
Die Social Gallery Night im Wasserturm Hotel Cologne

Wenn Kunst, Kulinarik und urbane Begegnung aufeinandertreffen, entsteht ein Raum jenseits der klassischen Ausstellung. Die „Social Gallery Night“ im Wasserturm Hotel Cologne inszeniert genau diese Verbindung. Im Zentrum des Abends steht der Kölner Künstler Sascha Dahl mit seiner farbintensiven Pop-Art.

 

STAR TREK: STRANGE NEW WORLDS – Staffel 3
Der optimistische Kosmos kehrt zurück

Zwischen Retro-Uniformen, Raumgefechten und Herzschmerz im Warp-Antrieb zeigt „Star Trek – Strange New Worlds“ in Staffel 3, wie überraschend lebendig eine 60 Jahre alte Vision noch sein kann. Die Serie balanciert Nostalgie und Gegenwart, Pathos und Selbstironie mit bemerkenswerter Eleganz.

 

THE TESTAMENT OF ANN LEE

Eine Frau gegen Kirche, Krone und Kolonie. Ein Körper im Bann religiöser Ekstase und gesellschaftlicher Repression. Ein Animationsfilm zwischen Märtyrerdrama und ironischer Brechung. THE TESTAMENT OF ANN LEE startet am 12. März im Kino – und fordert den Glauben des Publikums heraus.

 

KU’DAMM 77

Mit KU’DAMM 77 erreicht eine der prägendsten deutschen Serienchroniken der Nachkriegszeit einen neuen erzählerischen Höhepunkt. Die vierte Staffel verbindet Familienmelodram, Zeitporträt und feministische Geschichtsschreibung. Zwischen Disco-Euphorie, politischer Radikalisierung und persönlicher Selbstbestimmung entfaltet sich ein vielschichtiges Panorama der späten 1970er-Jahre. So wird die Geschichte der Familie Schöllack erneut zu einem Spiegel gesellschaftlicher Transformation.

 

MANGA!
Der definitive Guide

Zwischen Popkultur und Wissenschaft verläuft oft eine scharfe Trennlinie. Helen McCarthy überschreitet sie mit bewundernswerter Leichtigkeit. Ihr neuer Band Manga!: Der definitive Guide entfaltet die Geschichte eines Mediums, das längst zum globalen Kulturphänomen geworden ist.

 

Nouvelle Vague

Paris, 1959 – ein Moment vor der filmhistorischen Explosion. Richard Linklater rekonstruiert die Geburt der Nouvelle Vague mit cinephiler Leidenschaft. Zwischen Improvisation, Mythos und ästhetischer Revolte entsteht ein faszinierendes Porträt des jungen Godard. NOUVELLE VAGUE startet am 12. März im Kino – und erinnert daran, wie radikal Kino einmal war.

 

DER ASTRONAUT - PROJECT HAIL MARY

Eine Mission am Rand der kosmischen Verzweiflung – und ein Astronaut, der erst verstehen muss, warum er überhaupt unterwegs ist. „Der Astronaut – Project Hail Mary“ verbindet klassische Science-Fiction mit humorvoller Selbstironie. Zwischen existenzieller Bedrohung, technischer Problemlösung und unerwarteter Freundschaft entfaltet sich ein Film von wechselhaften Tonlagen. Das Ergebnis ist ein ebenso unterhaltsames wie ambivalentes Genreexperiment, das zwischen wissenschaftlicher Fantasie und populärem Abenteuerkino oszilliert.

 

THE BRIDE!
Es lebe die Braut

Ein Klassiker der Schauerromantik wird neu zusammengesetzt – doch die Nähte bleiben sichtbar. Maggie Gyllenhaals „The Bride! – Es lebe die Braut“ will Mythos, Feminismus und Genrekino zugleich sein. Zwischen visueller Kühnheit und erzählerischer Überdeutlichkeit verliert sich jedoch die eigentliche Tragik der Kreatur. So entsteht ein Film, der ambitioniert wirkt, dessen ästhetischer Überschwang aber seine dramaturgische Schwäche kaum kaschieren kann.

 

MEIN NEUES ALTES ICH
Eine Reise in das Mysterium der Menopause

Ein Körper verändert sich – und mit ihm die gesellschaftlichen Zuschreibungen an Weiblichkeit. „Mein neues altes Ich“ erkundet die Menopause als politisches, kulturelles und zutiefst persönliches Terrain. Der Dokumentarfilm verbindet intime Selbstbefragung mit feministischer Wissensproduktion. So entsteht ein kluges filmisches Plädoyer gegen das jahrhundertelange Schweigen über den alternden weiblichen Körper.

 

ELON MUSK UNCOVERED
Das Tesla Experiment

Visionär, Unternehmer, Mythos – kaum eine Figur prägt die Gegenwartserzählung technologischer Zukunft so stark wie Elon Musk. „Elon Musk Uncovered: Das Tesla-Experiment“ versucht, hinter die Legende des Tech-Milliardärs zu blicken. Der Dokumentarfilm untersucht Macht, Innovation und die politische Ökonomie des Silicon Valley. Dabei entsteht ein ambivalentes Porträt zwischen kritischer Analyse und Faszination für unternehmerische Radikalität.

 

ZOOMANIA 2
Die urbane Utopie im Stresstest

"Zoomania 2" entfaltet erneut ein visionäres Tiermetropolis, das gesellschaftliche Machtstrukturen mit feiner erzählerischer Präzision reflektiert. Die Fortsetzung verbindet visuelle Opulenz mit subtextueller Tiefe und untersucht die fragilen Grundlagen urbaner Utopien. Ein Film, der die politische Potenz des Animationskinos eindrucksvoll bestätigt.

 

WORLDBREAKER

Zwischen intimer Vater-Tochter-Geschichte und postapokalyptischer Weltentwürfe bewegt sich der Sci-Fi-Thriller „Worldbreaker“. Der Film konzentriert das Ende der Zivilisation auf eine kleine, isolierte Gemeinschaft. Doch hinter atmosphärischer Spannung und eindrucksvollen Klangwelten bleibt eine größere erzählerische Vision nur angedeutet. So entsteht ein ambivalentes Werk zwischen emotionaler Nähe, Genretradition und ungenutztem erzählerischem Potenzial.

 

Der Hochstapler - Roofman

Zwischen Gaunerstück, Liebesgeschichte und Charakterstudie entfaltet „Der Hochstapler – Roofman“ seine eigentümliche Faszination. Derek Cianfrance erzählt die Geschichte eines notorischen Einbrechers mit unerwarteter Zärtlichkeit. Dabei entsteht ein Film, der Charme, Melancholie und ironische Leichtigkeit miteinander verbindet.

 

EDDINGTON

Eine Kleinstadt im amerikanischen Südwesten wird zum Brennpunkt politischer und gesellschaftlicher Spannungen. Mit „Eddington“ versucht Ari Aster eine Satire über Pandemie, Polarisierung und digitale Öffentlichkeit. Der Film verbindet Ensembledrama mit politischer Allegorie – und hinterlässt dabei einen ambivalenten Eindruck.

 

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