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ARNOLD
Der Mensch als Mythos

Kaum eine Biografie des 20. Jahrhunderts vereint Mythos und Wirklichkeit so konsequent wie jene Arnold Schwarzeneggers. Der monumentale Bildband ARNOLD zeichnet den Weg eines Auswanderers nach, der Bodybuilding, Hollywood und Politik gleichermaßen prägte. Dabei entsteht weit mehr als eine opulente Lebenschronik: Das Werk untersucht die Konstruktion einer globalen Ikone der Popkultur. Der TASCHEN Verlag legt damit eines der außergewöhnlichsten Künstler- und Persönlichkeits-bücher der vergangenen Jahre vor.


Etwas ganz Besonderes
Zwischen Identität und Erinnerung

Zwischen familiären Verwerfungen, ostdeutscher Identität und der Suche nach einem Platz im eigenen Leben entfaltet „Etwas ganz Besonderes“ seine leise Kraft. Eva Trobisch verbindet psychologische Präzision mit einer außergewöhnlich offenen Erzählweise, die den Figuren Raum zum Atmen gibt. Im Zentrum steht die beeindruckende Entdeckung Frida Hornemann, deren nuanciertes Spiel den Film nachhaltig prägt.

 

BURN THE WITCH
Zwischen Drachen, Hexen und Popmoderne

London war selten so magisch wie in dieser ungewöhnlichen Fantasy-Vision zwischen Urban Fantasy und Shonen-Abenteuer. Mit „Burn the Witch“ erweitert Tite Kubo das Universum von Bleach um eine faszinierende neue Mythologie. Die dreiteilige Mini-Serie verbindet spektakuläre Animationen, charismatische Figuren und eine außergewöhnliche Bildsprache zu einem ebenso eleganten wie kurzweiligen Gesamtkunstwerk.

 

Wir waren Wunder
Im Schatten des Genies, im Licht der Geschichte

Mit „Wir waren Wunder“ richtet Stefan Cordes den Blick auf eine der faszinierendsten Frauenfiguren der europäischen Musikgeschichte. Der Roman erzählt nicht nur von einer außergewöhnlichen Familie, sondern von Talent, gesellschaftlichen Zwängen und dem Preis weiblicher Unsichtbarkeit. Zwischen historischer Rekonstruktion und literarischer Imagination entsteht ein eindrucksvolles Porträt Maria Anna »Nannerl« Mozarts. Ein kluger Roman über Musik, Erinnerung und die Frage, wem die Geschichte erlaubt, ein Genie zu sein.

 

phil.COLOGNE 2026
Denken als öffentliche Praxis

Wo politische Polarisierung oft den öffentlichen Diskurs bestimmt, schafft die phil.COLOGNE Räume für das gemeinsame Nachdenken. Das größte Philosophie-Festival Deutschlands hat sich längst zu einer der bedeutendsten geisteswissenschaftlichen Plattformen Europas entwickelt. Auch die vierzehnte Ausgabe bewies eindrucksvoll, dass Philosophie kein akademisches Nischenfach, sondern ein gesellschaftliches Orientierungsangebot ist.

 

ALPHA

Ein Film, der große Themen beschwört – und an ihnen zerbricht. Julia Ducournau verlässt das Genre und verliert dabei ihre stärkste Ausdrucksform. Zwischen Allegorie und Abstraktion versickert jede emotionale Dringlichkeit. Zurück bleibt ein Werk, das mehr behauptet als es erfahrbar macht.

 

DEAD OF WINTER - Eisige Stille

Eine vereiste Landschaft wird in „DEAD OF WINTER – Eisige Stille“ zum Schauplatz eines ungewöhnlichen Survival-Thrillers, der Suspense und Charakterstudie miteinander verbindet. Im Zentrum steht keine klassische Actionheldin, sondern eine ältere Frau, deren Widerstandskraft aus Erfahrung, Entschlossenheit und stiller Kompetenz erwächst. Regisseur Brian Kirk nutzt die winterliche Isolation, um Gewalt nicht als Spektakel, sondern als permanente Bedrohung erfahrbar zu machen.

 

BLUE MOON

Ein Film wie ein leiser Abgesang auf das Genie im Schatten des eigenen Ruhms. „Blue Moon“ entfaltet die fragile Melancholie eines Künstlers zwischen Triumph und Vergessen. Richard Linklater verwandelt Dialoge in Musik und Erinnerung in Gegenwart. Ein intimes Porträt über Kunst, Identität – und die Angst, zurückzubleiben.

 

FALLOUT
Das Ende der Welt als Anfang einer neuen Mythologie

Aus einem der einflussreichsten Videospieluniversen der vergangenen drei Jahrzehnte ist eine der intelligentesten Science-Fiction-Serien unserer Zeit entstanden. „Fallout“ verbindet rabenschwarzen Humor, philosophische Gesellschaftskritik und spektakuläres Worldbuilding zu einem außergewöhnlichen Fernsehereignis. Die ersten beiden Staffeln beweisen eindrucksvoll, dass Videospielverfilmungen längst den Schatten ihrer Herkunft verlassen haben.

 

KAMPFZONEN
Verletzlichkeit als Frontlinie

Krieg hinterlässt nicht nur zerstörte Städte, sondern auch versehrte Körper und erschütterte Biografien. Sophia Wilk-Vollmann verbindet medizinische Erfahrung mit gesellschaftlicher Reflexion und eröffnet einen ungewöhnlichen Blick auf die Schnittstellen von Gewalt, Schönheit und Identität. „Kampfzonen“ hinterfragt unsere Vorstellungen von Heilung ebenso wie den kulturellen Umgang mit körperlicher Verletzlichkeit. Ein außergewöhnliches Buch über Medizin als humanistische Praxis in einer Welt permanenter Krisen.

 

Der Klang einer Generation
BILLIE EILISH – HIT ME HARD AND SOFT: THE TOUR

Kaum ein Popstar verkörpert den Zeitgeist der Gegenwart so eindringlich wie Billie Eilish. „HIT ME HARD AND SOFT: THE TOUR“ zeigt nicht nur ein Konzert, sondern das Porträt einer Generation zwischen Selbstzweifeln, Mut und Selbstermächtigung. Der Konzertfilm erhebt das Live-Erlebnis zur audiovisuellen Kunstform – und beweist, dass große Popmusik heute ebenso intim wie monumental sein kann.

 

BEAST
Das Comeback als Selbstprüfung

Ein Kämpfer, dessen größte Niederlage nicht im Ring, sondern in der Vergangenheit liegt, erhält eine letzte Chance auf Erlösung. „Beast“ verbindet das vertraute Motiv des sportlichen Comebacks mit einer Geschichte über Schuld, Familie und soziale Abstiegsängste. Dabei interessiert sich das australische Drama weniger für den Sieg als für die psychologischen Kosten eines Lebens zwischen Verantwortung und Selbstzweifeln.

 

Die Camino-Therapie - Finde deinen Weg

Mit „Die Camino-Therapie – Finde deinen Weg“ verbindet Yann Samuell das Motiv der Pilgerreise mit einer berührenden Geschichte über Verlust, Verantwortung und zweite Chancen. Vor der beeindruckenden Kulisse des Jakobswegs entfaltet sich ein ebenso menschliches wie gesellschaftlich relevantes Drama über Orientierung in einer zunehmend fragmentierten Welt.

 

DOCTOR WHO
Chronos im Rückspiegel

Mit Ncuti Gatwas zweiter vollwertiger Staffel zementiert „Doctor Who“ seinen Status als ewiger Wanderer zwischen den Äonen. Doch während der Hauptdarsteller in seiner Inkarnation sichtlich aufgeht, offenbart das erzählerische Gerüst unter Russell T. Davies eine zunehmende Nostalgie-Obsession. Eine Analyse über den schmalen Grat zwischen wohliger Fan-Service-Inklusion und kreativer Stagnation.

 

SERAINA TELLI
Zwischen Punk-Impuls und Pop-Instinkt

Seraina Telli ist längst kein Geheimtipp mehr, sondern eine jener seltenen Künstlerinnen, die sich konsequent zwischen den Polen von Underground-Attitüde und Mainstream-Relevanz bewegen, ohne sich je vollständig vereinnahmen zu lassen. Im September bringt sie diese Haltung erneut auf deutsche Bühnen – und wer sie schon einmal live erlebt hat, weiß: Hier geht es nicht um bloße Konzerte, sondern um energetische Zustandswechsel.

 

FLORIDA BABYS
Die verletzliche Geografie der Hoffnung

Leila Mottley erzählt von jungen Frauen, deren Leben von Armut, Schwangerschaft und gesellschaftlicher Ausgrenzung bestimmt wird – und findet darin eine Sprache von großer poetischer Kraft. „Florida Babys“ verbindet Sozialroman, Coming-of-Age-Erzählung und feministische Gegenwartsliteratur zu einem eindringlichen Panorama des modernen Amerika. Mit großer Sensibilität zeichnet Mottley weibliche Lebensrealitäten nach, die häufig an den Rand gesellschaftlicher Wahrnehmung gedrängt werden.

 

EVIL DEAD BURN
Das Böse stirbt nie

Mit „Evil Dead Burn“ kehrt eines der einflussreichsten Horror-Franchises der Filmgeschichte auf die große Leinwand zurück. Der neue Ableger setzt eine Tradition fort, die seit über vier Jahrzehnten die Grenzen zwischen Splatter, schwarzer Komödie und Albtraumkino neu definiert.

 

INGEBORG BACHMANN -
Jemand, der einmal ich war

„Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“ nähert sich einer der bedeutendsten deutschsprachigen Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts mit einer ebenso poetischen wie reflektierten filmischen Form. Regisseurin Regina Schilling verbindet Archivmaterial, literarische Texte und inszenierte Passagen zu einem vielschichtigen Essayfilm über Sprache, Erinnerung und weibliche Autorschaft. Dabei entsteht weniger ein klassisches Porträt als eine sensible Annäherung an eine Intellektuelle, deren Werk bis in die Gegenwart nachwirkt.

 

SUPERGIRL

Mit „Supergirl“ setzt das neue DC Universe seinen zweiten großen Kinobaustein – und erlebt zugleich seinen ersten deutlichen Rückschlag. Zwischen kosmischem Abenteuer, Charakterdrama und Fantasy-Epos verliert sich der Film in einer erstaunlich freudlosen Inszenierung, die das Potenzial ihrer Titelfigur kaum ausschöpft. Lediglich einzelne Figuren und interessante thematische Ansätze lassen erahnen, welches Werk hier möglich gewesen wäre.

 

Ready Or Not 2

Ein Spiel wird zur Weltordnung – und Überleben zur politischen Praxis. Zwischen Splatter, Satire und Systemkritik entfaltet sich ein entfesseltes Sequel. Kapitalismus erscheint hier als Ritual, Macht als blutiges Erbrecht. Ein Film, der eskaliert – und gerade darin seine Präzision findet.

 

ASTRID LINDGREN
DIE MENSCHHEIT HAT DEN VERSTAND VERLOREN

Jenseits der Ikone zeichnet Wilfried Haukes „Astrid Lindgren – Die Menschheit hat den Verstand verloren“ das Porträt einer Autorin im moralischen Ausnahmezustand des 20. Jahrhunderts. Ausgehend von den Kriegstagebüchern entsteht ein filmischer Denkraum über Ambivalenz, Verantwortung und die Fragilität humanistischer Gewissheiten. Ein Doku-Drama, das Lindgren nicht verklärt, sondern als historisch verortete, zweifelnde Zeitzeugin neu begreifbar macht.

 

SLANTED
Wenn Identität zur Ware wird

In einer Gesellschaft, die das Streben nach Perfektion als oberstes Ziel definiert, hinterfragt dieser Film den Preis der Assimilation. Durch eine drastische Körpermodifikation sucht die Protagonistin die Erfüllung eines westlichen Ideals, doch der Weg in die gewünschte Identität offenbart tiefe Risse in der eigenen Seele. „Slanted“ bleibt trotz seines brisanten Konzepts die schmerzhafte Bestandsaufnahme einer verschenkten Chance.

 

Das Buch Henoch
Apokalyptik als Ursprung religiöser Imagination

Zwischen kanonischer Überlieferung und religiöser Grenzerfahrung eröffnet das Buch Henoch einen Kosmos, der bis heute Theologen, Historiker und Religionsphilosophen fasziniert. Die älteste apokalyptische Schrift des Judentums ist weit mehr als ein literarisches Relikt – sie ist ein Schlüssel zum Verständnis der Entstehung religiöser Weltbilder. Wer die Ursprünge christlicher Eschatologie verstehen will, kommt an diesem außergewöhnlichen Text kaum vorbei.

 

INTO THE WILD
Amerikanischer Mythos und filmhistorischer Meilenstein

INTO THE WILD ist weit mehr als die Verfilmung einer wahren Geschichte – er ist eine philosophische Meditation über Freiheit, Selbstfindung und die Grenzen des Individualismus. Sean Penn verbindet Roadmovie, Naturfilm und existenzielles Drama zu einem Werk von außergewöhnlicher emotionaler und visueller Kraft. Zwischen amerikanischem Mythos und moderner Gesellschaftskritik entsteht ein Film, der zentrale Fragen menschlicher Existenz verhandelt.

 

JACKASS: EINER GEHT NOCH
Schmerz, Spektakel und Selbstironie

Mit „Jackass 5: Einer geht noch“ kehrt eines der einflussreichsten und zugleich umstrittensten Medienphänomene der vergangenen 25 Jahre auf die Kinoleinwand zurück. Die Dokumentation blickt auf eine Gruppe von Außenseitern, die Anarchie, Schmerz und Selbstironie zu einer eigenen Kunstform erhoben haben. Was einst als anarchisches MTV-Experiment begann, entwickelte sich zu einem globalen Kulturereignis, das Generationen von Zuschauern prägte.

 

Nouvelle Vague

Paris, 1959 – ein Moment vor der filmhistorischen Explosion. Richard Linklater rekonstruiert die Geburt der Nouvelle Vague mit cinephiler Leidenschaft. Zwischen Improvisation, Mythos und ästhetischer Revolte entsteht ein faszinierendes Porträt des jungen Godard. NOUVELLE VAGUE erscheint am 25. Juni auf DVD, Blu-ray und digital und erinnert daran, wie radikal Kino einmal war.

 

Das Sommerbuch
Die Schönheit der Langsamkeit – und ihre Grenzen

Mit „Das Sommerbuch“ adaptiert Charlie McDowell den berühmten Roman von Tove Jansson als kontemplatives Kino der Stille. Zwischen nordischer Natur, familiärer Trauer und existenzieller Gelassenheit entfaltet sich ein Film von großer visueller Schönheit, dessen poetischer Minimalismus jedoch nicht immer narrative Tiefe erzeugt.

 

Hallo Betty
Hinter der perfekten Hausfrau

Mit „Hallo Betty“ widmet sich Pierre Monnard einer Frau, deren Einfluss auf den schweizerischen Alltag enorm war, obwohl ihr Name jahrzehntelang hinter einer fiktiven Identität verschwand. Die ebenso elegante wie warmherzige Komödie verbindet historische Rekonstruktion mit einer klugen Reflexion über weibliche Autorschaft und gesellschaftlichen Wandel in den 1950er Jahren. Sarah Spale verleiht ihrer Figur eine stille Entschlossenheit, die den Film weit über eine klassische Biografie hinaushebt.

 

POWER BALLAD
Der Song meines Lebens

Ein Lied, das nicht endet, sondern sich verändert: „Power Ballad“ untersucht die Ökonomie der Emotion im Zeitalter der Pop-Industrie. Zwischen intimer Erinnerung und globaler Verwertbarkeit entfaltet sich ein Drama über Autorschaft, Verlust und Resonanz. Der Film verortet Musik als zugleich heilende und ausbeutbare Kraft im Spannungsfeld moderner Kulturproduktion.

 

JACKIE BROWN
Ökonomie der Kontrolle

Eine Rückkehr zum analogen Kino im Zeitalter der Selbstreferenz. Quentin Tarantinos „Jackie Brown“ als Studie ökonomischer, moralischer und filmischer Transaktionen. Ein Werk zwischen Neo-Blaxploitation, Klassik und Revisionismus der 1970er-Jahre-Bildpolitik.

 

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