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THAT'S WHY THE
LADY IS A CHAMP

Die Faust, die sich ihre Freiheit erkämpft

THAT'S WHY THE LADY IS A CHAMP erzählt vom Aufstieg einer Boxerin und legt dabei die unsichtbaren Kämpfe hinter dem öffentlichen Triumph frei. Aus dem klassischen Sportfilm wird eine präzise feministische Studie über Selbstbestimmung, Queerness und die Gewalt patriarchaler Besitzansprüche. Im Zentrum steht eine Frau, die ihren Körper zur Waffe macht, während andere darüber bestimmen wollen, wem dieser Körper gehören darf.


Frühstück bei Audrey
Die Kunst des Gegenübers

Die alte Fantasie von der beseelten Idealfigur erhält hier eine lakonische, zeitgenössische Wendung. Sophie Beauliviers Regiedebüt verbindet RomCom, Körperkomödie und Geschlechterparabel zu einer eigenwilligen Versuchsanordnung. Zwischen Sexpuppe, Männerfreundschaft und weiblicher Selbstermächtigung entsteht ein amüsant verschobenes Beziehungsdreieck.

 

Der Körper als Argument
REACHER und die Rückkehr des übergroßen Helden

REACHER macht aus Körpergröße eine Erzählmaschine und aus physischer Überlegenheit ein präzises Spiel mit den Konventionen des Actiongenres. Die dritte Staffel treibt dieses Prinzip auf die Spitze, indem sie ihren übergroßen Helden mit einem Gegner konfrontiert, der ihm körperlich ebenbürtig ist.

 

 

Ferrari Sports Car Racing
Die Ästhetik des Wagnisses und das
kulturelle Gedächtnis der Geschwindigkeit

Zwischen Mythos und Mechanik entfaltet sich die Geschichte einer Epoche, in der Geschwindigkeit zur kulturellen Sprache wurde. Rainer W. Schlegelmilchs Fotografien verwandeln Motorsport in ein visuelles Gedächtnis der Moderne. „Ferrari Sports Car Racing“ ist weit mehr als ein opulenter Bildband – er ist eine Reflexion über Schönheit, Technik und menschlichen Ehrgeiz.

 

Nur ein kleines bisschen Glück
Zwischen Farce, Angst und Menschlichkeit

„Nur ein kleines bisschen Glück“ verlegt seine Tragikomödie in das Frankreich des Jahres 1940 und findet im historischen Ausnahmezustand eine erstaunlich gegenwärtige Komik. Pascal Elbé verbindet burleske Situationen mit der ernsten Frage, wie weit ein Mensch gehen darf, wenn Überleben zur moralischen Zumutung wird. Benoît Poelvoorde, Audrey Lamy und Zabou Breitman tragen eine Familiengeschichte, in der Lüge, Solidarität und Identität unauflöslich ineinandergreifen.

 

VATERLAND
Die Geister der Rückkehr

Ein Film über Heimkehr, die keine Rückkehr mehr sein kann. Pawel Pawlikowski verwandelt Thomas Manns Deutschlandreise in ein Kammerspiel der historischen Schuld. Zwischen West und Ost, Vater und Tochter, Ruhm und privater Katastrophe zerfällt die Idee kultureller Heimat. In der monochromen Strenge seiner Bilder findet „Vaterland“ eine Form für ein Europa, das sich selbst nicht mehr erkennt.

 

Das Ende der Sterne
Die Müdigkeit nach dem Untergang

Ridley Scott kehrt mit „Das Ende der Sterne“ in eine Welt zurück, in der die Menschheit beinahe verschwunden ist – und findet darin erstaunlich wenig, was noch wirklich fremd wirkt. Zwischen postapokalyptischer Einsamkeit, archaischer Gewalt und vorsichtiger Hoffnung entwirft der Film ein Endzeitszenario von beträchtlicher atmosphärischer Schönheit. Doch wo die Vorlage innere Zerrissenheit und existenzielle Ungewissheit verspricht, bleibt die Verfilmung häufig an der Oberfläche ihrer vertrauten Genremuster.

 

ONE NIGHT ONLY
Die staatlich verordnete Lust

Was wäre, wenn der Staat nicht nur über Gesetze, sondern über das Begehren selbst verfügte? „One Night Only“ macht aus dieser beunruhigenden Vorstellung eine glänzende Dating-Komödie – und verschenkt dabei einen Teil ihrer politischen Sprengkraft. Zwischen sexueller Selbstbestimmung, Überwachung und romantischer Selbstfindung oszilliert Will Glucks Film mit beträchtlichem Tempo, aber begrenzter Konsequenz. Gerade seine Widersprüche machen ihn interessant: als Gesellschaftssatire, die sich ihrer eigenen Zumutung nicht ganz zu stellen wagt.

 

STAATSSCHUTZ
Die Zumutung der Gerechtigkeit

Faraz Shariats „Staatsschutz“ verwandelt den Justizfilm in ein fiebriges Drama über institutionelle Blindstellen und persönlichen Widerstand. Im Zentrum steht Chen Emilie Yan, die als Seyo Kim mit außergewöhnlicher Präzision zwischen Selbstbeherrschung, Verletzlichkeit und eruptiver Wut changiert. Der Film entwickelt aus einem realpolitisch aufgeladenen Stoff einen Thriller, dessen eigentliche Spannung aus dem Konflikt zwischen Rechtsstaatlichkeit und institutioneller Selbstimmunisierung erwächst.

 

Die Poetik der Selbstbefragung
Gracie Abrams erweitert mit „Daughter
from Hell“ die Grammatik des intimen Pop

Mit „Daughter from Hell“ transformiert Gracie Abrams ihre bislang flüsternde Songwriterästhetik in eine wesentlich vielschichtigere musikalische Sprache. Das dritte Album ist zugleich Karrieremoment und ästhetische Selbstprüfung: Wie viel Größe verträgt ein Songwriting, dessen eigentliche Kraft aus Intimität entsteht? Zwischen kammermusikalischer Feinzeichnung, Indie-Folk, elektronischen Texturen und eruptivem Rock entwickelt Abrams eine bemerkenswert differenzierte Klangdramaturgie.

 

Operation 9/11
Das politische Nachleben einer Katastrophe

Kaum ein Ereignis der jüngeren Geschichte hat Politik, Sicherheitsarchitektur und gesellschaftliches Denken so nachhaltig verändert wie der 11. September 2001. Gerhard Wisnewskis „Operation 9/11“ gehört zu jenen Büchern, die sich nicht mit der etablierten Erklärung eines historischen Traumas zufriedengeben, sondern deren Voraussetzungen radikal infrage stellen. Gerade als Dokument der deutschen 9/11-Kritik und der Entstehung der weltweiten Wahrheitsbewegung besitzt der Band eine bemerkenswerte zeitgeschichtliche Bedeutung.

 

OH LA LA 2
Neue Tests, neues Chaos

„Oh la la 2 – Neue Tests, neues Chaos“ setzt den Abstammungsstreit des Vorgängers mit neuen Verwandtschaftsverwirrungen fort. Julien Hervé verbindet familiäre Komödie, soziale Satire und die Mechanik des klassischen Missverständnisses. Dabei erweist sich die DNA erneut als dramaturgischer Sprengsatz, der vermeintliche Gewissheiten über Herkunft und Identität zerlegt.

 

Der Heimatlose
Die Geometrie des Fremdseins

Kai Stänickes „Der Heimatlose“ macht aus der Rückkehr eines Mannes ein beklemmendes Experiment über Erinnerung, Zugehörigkeit und die Macht des Kollektivs. Zwischen Inselidylle und Gerichtsverfahren entfaltet sich ein formal reduziertes Drama, das seine eigene Wirklichkeit zunehmend als brüchige Konstruktion entlarvt. Die konsequent theaterhafte Bildsprache entwickelt dabei eine eigentümliche Strenge, droht jedoch zugleich an der eigenen Eindeutigkeit zu erstarren.

 

The End of Oak Street
Die Vorstadt am Ende der Welt

David Robert Mitchell kehrt mit „The End of Oak Street“ ins Kino zurück – und verwandelt die amerikanische Vorstadt in ein prähistorisches Krisengebiet. Zwischen Dinosaurier-Spektakel, Ehekrise und nostalgischer Achtzigerjahre-Ikonografie entsteht ein Film, der zugleich Hommage, Genremix und Dekonstruktion des Familienkinos sein möchte.

 

Terminator 2 - Tag der Abrechnung

35 Jahre nach seinem Kinostart wirkt „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“ nicht wie ein Relikt, sondern wie ein Film, der die Gegenwart noch immer präzise adressiert. James Cameron verschmilzt Science-Fiction, Actionkino und Familiendrama zu einer spektakulären Reflexion über Technik, Gewalt und menschliche Entscheidungsfreiheit. Ab dem 27. August kehrt der Klassiker zum Jubiläum in einer aufwendig restaurierten Fassung auf die große Leinwand zurück.

 

PAPAMOBIL - Ein Papst on Tour

„Papamobil – Ein Papst on Tour“ besitzt eine Prämisse, die zwischen Kirchenfarce, Gangsterkomödie und politischer Satire beinahe alles ermöglichen würde. Sylvain Estibal lässt einen neuen Papst auf eine Drogenbaronin treffen und verspricht damit einen Clash zwischen geistlicher Autorität und organisierter Kriminalität.

 

EDDINGTON
Die Kleinstadt als politisches Versuchslabor

EDDINGTON nimmt die gesellschaftlichen Verwerfungen der frühen Pandemiezeit zum Ausgangspunkt einer bitteren Satire über Angst, Misstrauen und politische Polarisierung. Ari Aster versammelt Pandemiepolitik, Verschwörungskultur, Rassismus, soziale Medien und Waffenfetischismus in einer zunehmend paranoiden Kleinstadtchronik.

 

WHISTLE
Der Fluch als Initiationsritus

WHISTLE verbindet klassischen Teenagerhorror mit einer erstaunlich sensiblen Erzählung über Identität, Begehren und die Angst vor dem eigenen Anderssein. Corin Hardy inszeniert den Fluch eines aztekischen Totenschädels als ebenso blutiges wie atmosphärisch versiertes Spiel mit den Regeln des Genres. Dabei gelingt dem Film das Kunststück, vertraute Horrormotive aufzurufen, ohne vollständig in deren Konventionen aufzugehen.

 

Pinocchio: Unstrung
Die Geburt einer mörderischen Puppe

„Pinocchio: Unstrung“ überführt eine der bekanntesten Figuren der Kinderliteratur in das blutige Terrain des britischen Slasherkinos. Rhys Frake-Waterfield verbindet morbide Märchenzerstörung mit schwarzem Humor und einer überraschend melancholischen Ausgangssituation. Zwischen Verlust, kindlicher Einsamkeit und grotesker Gewalt entsteht ein Horrorfilm, der seine Boshaftigkeit bewusst als ästhetisches Prinzip kultiviert.

 

CÄSAR
Krieg, Imperium und historische Selbstinszenierung

„Cäsar: Die Eroberung der Ewigkeit“ verbindet antike Militärgeschichte mit moderner historischer Analyse. Alberto Angela rekonstruiert den Gallischen Krieg als komplexes Zusammenspiel von Strategie, Logistik, Politik und Gewalt. Zugleich zeigt er, wie Cäsar militärische Ereignisse in ein machtpolitisches Narrativ verwandelte. Gerade die Verbindung von Quellenkritik und anschaulicher Darstellung macht das Buch historisch besonders ergiebig.

 

Bekämpft und verboten
Frauen in der Medizin

Die Medizin schrieb ihre Fortschrittsgeschichte lange mit männlichen Namen. Daniela Angetter-Pfeiffer stellt ihr jene Frauen entgegen, deren Wissen ausgebeutet, entwertet oder ausgelöscht wurde. Ihr Buch erzählt von Heilkunst, Forschung und Pflege als Feldern gesellschaftlicher Macht. Eine kluge feministische Revision dessen, was medizinische Geschichte zu sein vorgab.

 

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