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THAT'S WHY THE
LADY IS A CHAMP

Die Faust, die sich ihre Freiheit erkämpft

THAT'S WHY THE LADY IS A CHAMP erzählt vom Aufstieg einer Boxerin und legt dabei die unsichtbaren Kämpfe hinter dem öffentlichen Triumph frei. Aus dem klassischen Sportfilm wird eine präzise feministische Studie über Selbstbestimmung, Queerness und die Gewalt patriarchaler Besitzansprüche. Im Zentrum steht eine Frau, die ihren Körper zur Waffe macht, während andere darüber bestimmen wollen, wem dieser Körper gehören darf.


Das Ende der Sterne
Die Müdigkeit nach dem Untergang

Ridley Scott kehrt mit „Das Ende der Sterne“ in eine Welt zurück, in der die Menschheit beinahe verschwunden ist – und findet darin erstaunlich wenig, was noch wirklich fremd wirkt. Zwischen postapokalyptischer Einsamkeit, archaischer Gewalt und vorsichtiger Hoffnung entwirft der Film ein Endzeitszenario von beträchtlicher atmosphärischer Schönheit. Doch wo die Vorlage innere Zerrissenheit und existenzielle Ungewissheit verspricht, bleibt die Verfilmung häufig an der Oberfläche ihrer vertrauten Genremuster.

 

ONE NIGHT ONLY
Die staatlich verordnete Lust

Was wäre, wenn der Staat nicht nur über Gesetze, sondern über das Begehren selbst verfügte? „One Night Only“ macht aus dieser beunruhigenden Vorstellung eine glänzende Dating-Komödie – und verschenkt dabei einen Teil ihrer politischen Sprengkraft. Zwischen sexueller Selbstbestimmung, Überwachung und romantischer Selbstfindung oszilliert Will Glucks Film mit beträchtlichem Tempo, aber begrenzter Konsequenz. Gerade seine Widersprüche machen ihn interessant: als Gesellschaftssatire, die sich ihrer eigenen Zumutung nicht ganz zu stellen wagt.

 

STAATSSCHUTZ
Die Zumutung der Gerechtigkeit

Faraz Shariats „Staatsschutz“ verwandelt den Justizfilm in ein fiebriges Drama über institutionelle Blindstellen und persönlichen Widerstand. Im Zentrum steht Chen Emilie Yan, die als Seyo Kim mit außergewöhnlicher Präzision zwischen Selbstbeherrschung, Verletzlichkeit und eruptiver Wut changiert. Der Film entwickelt aus einem realpolitisch aufgeladenen Stoff einen Thriller, dessen eigentliche Spannung aus dem Konflikt zwischen Rechtsstaatlichkeit und institutioneller Selbstimmunisierung erwächst.

 

Die Poetik der Selbstbefragung
Gracie Abrams erweitert mit „Daughter
from Hell“ die Grammatik des intimen Pop

Mit „Daughter from Hell“ transformiert Gracie Abrams ihre bislang flüsternde Songwriterästhetik in eine wesentlich vielschichtigere musikalische Sprache. Das dritte Album ist zugleich Karrieremoment und ästhetische Selbstprüfung: Wie viel Größe verträgt ein Songwriting, dessen eigentliche Kraft aus Intimität entsteht? Zwischen kammermusikalischer Feinzeichnung, Indie-Folk, elektronischen Texturen und eruptivem Rock entwickelt Abrams eine bemerkenswert differenzierte Klangdramaturgie.

 

Operation 9/11
Das politische Nachleben einer Katastrophe

Kaum ein Ereignis der jüngeren Geschichte hat Politik, Sicherheitsarchitektur und gesellschaftliches Denken so nachhaltig verändert wie der 11. September 2001. Gerhard Wisnewskis „Operation 9/11“ gehört zu jenen Büchern, die sich nicht mit der etablierten Erklärung eines historischen Traumas zufriedengeben, sondern deren Voraussetzungen radikal infrage stellen. Gerade als Dokument der deutschen 9/11-Kritik und der Entstehung der weltweiten Wahrheitsbewegung besitzt der Band eine bemerkenswerte zeitgeschichtliche Bedeutung.

 

OH LA LA 2
Neue Tests, neues Chaos

„Oh la la 2 – Neue Tests, neues Chaos“ setzt den Abstammungsstreit des Vorgängers mit neuen Verwandtschaftsverwirrungen fort. Julien Hervé verbindet familiäre Komödie, soziale Satire und die Mechanik des klassischen Missverständnisses. Dabei erweist sich die DNA erneut als dramaturgischer Sprengsatz, der vermeintliche Gewissheiten über Herkunft und Identität zerlegt.

 

Der Heimatlose
Die Geometrie des Fremdseins

Kai Stänickes „Der Heimatlose“ macht aus der Rückkehr eines Mannes ein beklemmendes Experiment über Erinnerung, Zugehörigkeit und die Macht des Kollektivs. Zwischen Inselidylle und Gerichtsverfahren entfaltet sich ein formal reduziertes Drama, das seine eigene Wirklichkeit zunehmend als brüchige Konstruktion entlarvt. Die konsequent theaterhafte Bildsprache entwickelt dabei eine eigentümliche Strenge, droht jedoch zugleich an der eigenen Eindeutigkeit zu erstarren.

 

The End of Oak Street
Die Vorstadt am Ende der Welt

David Robert Mitchell kehrt mit „The End of Oak Street“ ins Kino zurück – und verwandelt die amerikanische Vorstadt in ein prähistorisches Krisengebiet. Zwischen Dinosaurier-Spektakel, Ehekrise und nostalgischer Achtzigerjahre-Ikonografie entsteht ein Film, der zugleich Hommage, Genremix und Dekonstruktion des Familienkinos sein möchte.

 

Terminator 2 - Tag der Abrechnung

35 Jahre nach seinem Kinostart wirkt „Terminator 2 – Tag der Abrechnung“ nicht wie ein Relikt, sondern wie ein Film, der die Gegenwart noch immer präzise adressiert. James Cameron verschmilzt Science-Fiction, Actionkino und Familiendrama zu einer spektakulären Reflexion über Technik, Gewalt und menschliche Entscheidungsfreiheit. Ab dem 27. August kehrt der Klassiker zum Jubiläum in einer aufwendig restaurierten Fassung auf die große Leinwand zurück.

 

PAPAMOBIL - Ein Papst on Tour

„Papamobil – Ein Papst on Tour“ besitzt eine Prämisse, die zwischen Kirchenfarce, Gangsterkomödie und politischer Satire beinahe alles ermöglichen würde. Sylvain Estibal lässt einen neuen Papst auf eine Drogenbaronin treffen und verspricht damit einen Clash zwischen geistlicher Autorität und organisierter Kriminalität.

 

EDDINGTON
Die Kleinstadt als politisches Versuchslabor

EDDINGTON nimmt die gesellschaftlichen Verwerfungen der frühen Pandemiezeit zum Ausgangspunkt einer bitteren Satire über Angst, Misstrauen und politische Polarisierung. Ari Aster versammelt Pandemiepolitik, Verschwörungskultur, Rassismus, soziale Medien und Waffenfetischismus in einer zunehmend paranoiden Kleinstadtchronik.

 

WHISTLE
Der Fluch als Initiationsritus

WHISTLE verbindet klassischen Teenagerhorror mit einer erstaunlich sensiblen Erzählung über Identität, Begehren und die Angst vor dem eigenen Anderssein. Corin Hardy inszeniert den Fluch eines aztekischen Totenschädels als ebenso blutiges wie atmosphärisch versiertes Spiel mit den Regeln des Genres. Dabei gelingt dem Film das Kunststück, vertraute Horrormotive aufzurufen, ohne vollständig in deren Konventionen aufzugehen.

 

Pinocchio: Unstrung
Die Geburt einer mörderischen Puppe

„Pinocchio: Unstrung“ überführt eine der bekanntesten Figuren der Kinderliteratur in das blutige Terrain des britischen Slasherkinos. Rhys Frake-Waterfield verbindet morbide Märchenzerstörung mit schwarzem Humor und einer überraschend melancholischen Ausgangssituation. Zwischen Verlust, kindlicher Einsamkeit und grotesker Gewalt entsteht ein Horrorfilm, der seine Boshaftigkeit bewusst als ästhetisches Prinzip kultiviert.

 

CÄSAR
Krieg, Imperium und historische Selbstinszenierung

„Cäsar: Die Eroberung der Ewigkeit“ verbindet antike Militärgeschichte mit moderner historischer Analyse. Alberto Angela rekonstruiert den Gallischen Krieg als komplexes Zusammenspiel von Strategie, Logistik, Politik und Gewalt. Zugleich zeigt er, wie Cäsar militärische Ereignisse in ein machtpolitisches Narrativ verwandelte. Gerade die Verbindung von Quellenkritik und anschaulicher Darstellung macht das Buch historisch besonders ergiebig.

 

Bekämpft und verboten
Frauen in der Medizin

Die Medizin schrieb ihre Fortschrittsgeschichte lange mit männlichen Namen. Daniela Angetter-Pfeiffer stellt ihr jene Frauen entgegen, deren Wissen ausgebeutet, entwertet oder ausgelöscht wurde. Ihr Buch erzählt von Heilkunst, Forschung und Pflege als Feldern gesellschaftlicher Macht. Eine kluge feministische Revision dessen, was medizinische Geschichte zu sein vorgab.

 

Die Reise nach Pandora
Der Mensch als Experiment

Frank Herberts „Die Reise nach Pandora“ führt weit hinaus ins All und zugleich tief hinein in die Frage, was den Menschen überhaupt zum Menschen macht. Auf engstem Raum kollidieren Klonexistenz, künstliche Intelligenz, Macht und moralische Verantwortung zu einem ebenso spekulativen wie beklemmenden Zukunftsszenario. Was als Kolonisationsmission beginnt, entwickelt sich zu einem philosophischen Kammerspiel über Bewusstsein, Identität und die Grenzen menschlicher Verfügungsmacht.

 

Filmfest@home
Der Herbst beginnt auf der Festplatte

Wenn die Tage kürzer werden, beginnt die schönste Jahreszeit für den privaten Filmabend. Filmfest@home macht aus der digitalen Filmbibliothek einen Ort des Entdeckens, Sammelns und Wiedersehens. Vom 21. August bis zum 3. September stehen zahlreiche Filme anbieterübergreifend zu Aktionspreisen zum digitalen Kauf bereit.

 

SAVAGE HOUSE
Wenn der soziale Aufstieg zum Untergang führt

SAVAGE HOUSE verwandelt gesellschaftlichen Aufstiegswillen in eine makabre Komödie der Selbstzerstörung. Peter Glanz inszeniert die Welt des georgianischen Adels als prachtvolle Oberfläche über moralischer und materieller Fäulnis. Richard E. Grant und Claire Foy verleihen ihren Figuren eine groteske Mischung aus Eitelkeit, Verzweiflung und verletzlicher Menschlichkeit.

 

INSIDIOUS: OUT OF THE FURTHER
Das Ewigreich der erschöpften Imagination

Mit „Insidious: Out of the Further“ kehrt eine der prägnantesten Horrorwelten des modernen Mainstreamkinos zurück – und entdeckt dabei zugleich ihre eigenen Grenzen. Jacob Chase erweitert die Mythologie um eine neue Protagonistin, neue Regeln und einige bemerkenswert körperliche Albtraumsequenzen. Wo der sechste Teil formal gelegentlich zu irritieren vermag, verliert er sich erzählerisch zunehmend im Dickicht seiner eigenen Überlieferung.

 

VIER MINUS DREI

Zwischen Verlust und Neubeginn entfaltet sich ein leises Drama existenzieller Brüche. „Vier minus drei“ erkundet die Fragilität von Erinnerung und Identität. Ein Film, der Trauer nicht erklärt, sondern erfahrbar macht. Reduziert, poetisch und von stiller Intensität getragen.

 

A SAD AND BEAUTIFUL WORLD

Cyril Aris erzählt eine Liebesgeschichte, in der das Private niemals vom politischen Erdbeben seiner Umgebung zu trennen ist. „A SAD AND BEAUTIFUL WORLD“ verwandelt drei Jahrzehnte libanesischer Geschichte in eine bewegliche Dramaturgie von Begehren, Verlust und Beharrlichkeit. Zwischen magischem Realismus, romantischer Komödie und gesellschaftlicher Krisendiagnose entsteht ein Kino, das Hoffnung nicht als Naivität, sondern als widerständige Praxis begreift.

 

Als STAR WARS noch wild war
Die Geburt eines galaktischen Comic-Mythos

Bevor „Star Wars“ zum streng verwalteten Weltkonzern-Mythos wurde, war die Galaxis ein erstaunlich freier Ort. Die erste Marvel-Comicserie schrieb zwischen 1977 und 1979 eine Fortsetzungsgeschichte, für die es kaum verbindliche Regeln gab. Paul Duncans monumentaler TASCHEN-Band macht sichtbar, wie sehr diese frühe Phase von zeichnerischer Kühnheit und erzählerischer Improvisation lebte. „Star Wars Comics Library: Vol. 1. 1977–1979“ ist nicht bloß Archiv, sondern ein faszinierendes Dokument der Popkulturgeschichte.

 

Teenage Sex and Death at Camp Miasma

Jane Schoenbrun verwandelt das Slasherkino in ein fiebriges Labor für Begehren, Identität und mediale Erinnerung. „Teenage Sex and Death at Camp Miasma“ erzählt von einer Filmemacherin, die in einer fiktiven Horrorikone zugleich Objekt der Verehrung und Spiegel des eigenen Begehrens erkennt. Zwischen Camp, Körperhorror und metacinematischer Selbstreflexion verschwimmen die Grenzen von Film, Fantasie und Wirklichkeit zunehmend.

 

The Fast and the Furious
Die Metamorphosen des modernen Actionkinos

Ein Vierteljahrhundert nach seinem Kinostart erweist sich „The Fast and the Furious“ als weit mehr als ein nostalgisches PS-Spektakel. Rob Cohens Film verdichtet Straßenkultur, Jugendkino, Melodram und Actionfilm zu einer eigenwilligen Ästhetik der Beschleunigung. Seine eigentliche historische Bedeutung liegt in der Geburt einer Franchise, die das Prinzip des Blockbusters radikal neu definieren sollte.

 

Spaziergang nach Syrakus

Lars Jessens „Spaziergang nach Syrakus“ erzählt von einem Mann, der die Grenze überwindet, weil er sie nicht als Grenze seiner Welt akzeptieren will. Aus einer Fluchtgeschichte wird ein poetisches Drama über Fernweh, Loyalität und die eigentümliche Dialektik von Freiheit und Heimat. Charly Hübner und Lina Beckmann verleihen der DDR-Geschichte eine intime, widersprüchliche Gegenwart, in der politische Repression und privates Glück nebeneinander existieren.

 

NÜRNBERG
Geschichte als Inszenierung

Zwischen Gerichtssaal und Bühne entfaltet sich ein Drama der Geschichte. Ein Film, der Rechtsprechung als Inszenierung und Inszenierung als Macht begreift. Große Performances treffen auf die Frage nach moralischer Wahrheit. Ein Werk, das die Vergangenheit nicht nur rekonstruiert, sondern reflektiert.

 

Der Teufel trägt Prada 2

Zwischen Glamour und Krise: Die Modewelt als Spiegel medialer Transformation. Ein Wiedersehen, das weniger fortschreibt als reflektiert. Dieser Film entfaltet seine Stärke im Spiel der Nuancen. Ein eleganter Nachklang über Arbeit, Macht und kulturellen Wandel.

 

Der Wunderweltenbaum
Die Pädagogik des Staunens

„Der Wunderweltenbaum“ überführt Enid Blytons fantastische Kinderliteratur in ein farbenprächtiges Kino der Imagination und des kindlichen Möglichkeitssinns. Zwischen sprechenden Figuren, wechselnden Zauberwelten und familiärer Neuorientierung entsteht ein Film, der weniger auf Suspense als auf spielerische Entgrenzung setzt.

 

Die Legende des Wüstenkindes

„Die Legende des Wüstenkindes“ erzählt von einem Kind, dessen Biografie die vermeintlich eindeutige Grenze zwischen Natur und Kultur radikal infrage stellt. Gilles de Maistre verbindet Abenteuerkino mit einer sensiblen Reflexion über Sozialisation, Zugehörigkeit und das Verhältnis zwischen Mensch und Tier.

 

Acht Millionen Wege zum Glück
Die Spiritualität des Dazwischen

Was bleibt, wenn ein geliebter Mensch stirbt und die vertrauten Gewissheiten brüchig werden? Hiroko Yoda findet ihre Antwort nicht in einem Dogma, sondern in der japanischen Welt der Kami, Rituale und Naturverbundenheit. Ihr Buch verbindet persönliche Trauer mit einer kenntnisreichen Erkundung von Shinto, Buddhismus und Shugendo. Eine kluge Meditation darüber, dass Glück vielleicht weniger ein Ziel als eine besondere Form des Sehens ist.

 

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