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THE HOUSEMAID -
WENN SIE WÜSSTE

Ein scheinbar konventioneller Vorstadtthriller entpuppt sich als präzise Studie weiblicher Machtverhältnisse und sozialer Asymmetrien. „The Housemaid – Wenn sie wüsste“ legt unter der Oberfläche von Camp und Suspense eine feministische Analyse von Care-Arbeit, Klassenabhängigkeit und performativer Weiblichkeit frei. Ein Film, der Rivalität nicht individualisiert, sondern als Symptom eines patriarchal organisierten Systems lesbar macht.


GREENLAND 2

Mit GREENLAND 2 findet das zeitgenössische Katastrophenkino zu einer selten gewordenen Erdung zurück. Ric Roman Waugh verbindet apokalyptisches Spektakel mit humanistischer Ernsthaftigkeit und narrativer Disziplin. Ein Film über das Weiterleben nach dem Untergang und über die fragile Hoffnung auf einen Neuanfang.

 

HELGE SCHNEIDER
ELLEBOGEN VOM TICH Tournee 2026

Zwischen Kneipe und Philharmonie entwirft Helge Schneider mit „Ellebogen vom Tich“ eine Tournee als ästhetisches Experiment jenseits fixer Programme. Die Pressekonferenz im „Weißen Holunder“ wird zur performativen Verdichtung seines Prinzips aus Improvisation, Musik und kontrollierter Anarchie.

 

Sherlock Holmes Band 04
Der Fall Harry Houdini

Zwischen Deduktion und Illusion entfaltet „Der Fall Harry Houdini“ ein faszinierendes Spiel mit Wahrnehmung, Wahrheit und öffentlicher Inszenierung. Sherlock Holmes trifft im Berlin der Moderne auf die Kunst der Täuschung – und auf einen Gegner, der das Rampenlicht ebenso beherrscht wie das Verschwinden. Ein literarisch vielschichtiger Kriminalroman, der Detektivarbeit als kulturelles und ästhetisches Prinzip neu verhandelt.

 

EIN EINFACHER UNFALL

Ein Thriller als moralisches Gedankenexperiment: Jafar Panahis „Ein einfacher Unfall“ verhandelt Rache, Schuld und Vergebung im Schatten gesellschaftlicher Zerrissenheit. Daraus entsteht ein Film von ethischer Schärfe, der weniger Antworten gibt als unbequeme Fragen stellt. Ein diskursives Kino der Ambivalenz, das die Zukunft einer Gesellschaft im Übergang reflektiert.

 

SONG SUNG BLUE

Zwischen Tribute-Show und Existenzdrama entfaltet „Song Sung Blue“ ein präzises Porträt populärer Kultur jenseits von Ironie und Glamour. Der Film liest sich als humanistische Studie über Würde, Beharrlichkeit und die fragile Ökonomie des Erfolgs in den kulturellen Randzonen. Ein einfühlsames Kinoereignis, das Authentizität nicht im Original, sondern im leidenschaftlichen Wiederholen verortet.

 

RENTAL FAMILY

„Rental Family“ entwirft ein sanft verstörendes Panorama moderner Einsamkeit zwischen Performance und Bedürftigkeit. Der Film verhandelt emotionale Stellvertretung als Ware – und Kino selbst als Akt des Trostes. Ein leiser, humanistischer Blick auf Nähe, die gespielt ist, und Gefühle, die dennoch wahr werden.

 

THE LONG WALK - TODESMARSCH

Francis Lawrence wagt mit „The Long Walk – Todesmarsch“ die Verfilmung eines der düstersten Stoffe aus Stephen Kings Frühwerk – und überrascht mit radikaler Schlichtheit. Statt Spektakel gibt es endlose Landstraßen, erschöpfte Körper und eine erschreckend realistische Allegorie auf Macht und Militarismus.

 

BUGONIA

BUGONIA entfaltet ein verstörend präzises Duell zwischen Konzernmacht und radikalisierter Gegenwehr. Yorgos Lanthimos seziert moralische Gewissheiten mit kalter Eleganz und schwarzem Humor. Ein schonungslos faszinierendes Filmereignis über Verantwortung, Gewalt und zeitgenössische Entfremdung.

 

Neue Abo-Struktur für noch mehr Kinogenuss

CINFINITY – das Kino-Abo, das verbindet – wächst weiter. Seit dem bundesweiten Start im November 2024 hat sich das Netzwerk der teilnehmenden Kinos auf aktuell über 125 Partnerhäuser verdoppelt. Und es werden stetig mehr – denn viele Kinos möchten ihren Besucherinnen und Besuchern einen unkomplizierten Zugang zu unbegrenztem Kinogenuss ermöglichen.

 

BON VOYAGE –
Bis hierher und noch weiter

Eine Tragikomödie über Selbstbestimmung, familiäre Sprachlosigkeit und die soziale Zumutung des Abschieds. Mit leichter Hand verhandelt „Bon Voyage – Bis hierher und noch weiter“ große ethische Fragen im Gewand des Roadmovies. Ein Film, der den Tod nicht dramatisiert, sondern als sozialen Resonanzraum begreift.

 

Skandal in Königsberg

Ein lokaler Skandal als gesellschaftlicher Seismograf: „Skandal in Königsberg“ zeigt, wie Moral, Macht und Gerücht eine ganze Stadt in Aufruhr versetzen. Christopher Clark entfaltet aus einem historischen Einzelfall eine präzise Analyse kollektiver Erregung und institutioneller Willkür. Ein Geschichtsbuch von beklemmender Aktualität, das Vergangenheit und Gegenwart unübersehbar ineinander spiegelt.

 

DER FREMDE

Ein Kinoereignis zwischen Existenzialismus, Ästhetik und moralischer Zumutung. François Ozon verwandelt Camus’ Der Fremde in eine radikale Meditation über Sinn, Schuld und Indifferenz. Ein Film, der weniger Antworten gibt als Denkbewegungen erzwingt.

 

JOHN WICK

Mit „John Wick“ etablierte das zeitgenössische Actionkino eine neue Grammatik der Gewalt. Der Film verbindet choreografische Präzision mit mythologischer Tiefenschärfe. Am 06. Januar kehrt dieser moderne Klassiker im Rahmen von „Best of Cinema“ auf die große Leinwand zurück.

 

ANACONDA

Ein traditionsreicher Genre-Titel kehrt in unerwarteter Gestalt zurück und wird zum Spiegelbild zeitgenössischer Franchise-Logiken. Zwischen Metakomödie, Buddy-Film und ironisch gebrochenem Creature Feature reflektiert „Anaconda“ die Sehnsucht nach künstlerischer Selbstverwirklichung im System des Blockbuster-Kinos. Ein leises, selbstbewusstes Werk, das weniger auf Schrecken als auf Selbstbefragung und filmische Selbstreflexion setzt.

 

 

KUNG FU IN ROME

Yun ist weg! Die Suche nach ihrer Schwester führt die Chinesin Mei nach Italien in die Ewige Stadt, ins Casino „Città Proibita“. Das unehrenhafte Etablissement ist in der Hand chinesischer Gangster, die sich bei der Vermisstensuche wenig kooperativ zeigen. Schwerer Fehler, denn Mei wurde ihr Leben lang nach allen Regeln der Kunst in Kung Fu ausgebildet.

 

 

EMANUELLE –
HEISSE NÄCHTE IN MANILA

Zwischen nostalgischer Erotik-Ikonografie und fragmentierter Erzählung entfaltet sich ein Film, der weibliche Körper sichtbar macht, ohne weibliche Subjektivität konsequent einzulösen. So wird „Emanuelle – Heiße Nächte in Manila“ weniger zum Skandalfilm als zu einem aufschlussreichen Dokument über die Widersprüche des europäischen Erotikkinos.

 

 

AFTERBURN

Zwischen ästhetischer Analyse und kulturhistorischer Einordnung entfaltet sich ein präziser Blick auf das Kino als Spiegel gesellschaftlicher Umbrüche. „Afterburn“ ist nicht bloßes Narrativ, sondern ein komplexes Gefüge aus Bildpolitik, Ideologie und Wahrnehmung.

 

 

THE STRANGERS – CHAPTER 2

Ein Horrorfilm als Studie der Erschöpfung: THE STRANGERS – CHAPTER 2 radikalisiert das Prinzip des sinnlosen Bösen und verwandelt Wiederholung in ein ästhetisches Programm. Zwischen Verfolgung, Trauma und räumlicher Entleerung entsteht ein nihilistisches Horrorkino, das Angst nicht zuspitzt, sondern ausdehnt.

 

 

 

SPONGEBOB SCHWAMMKOPF: PIRATEN AHOI!

Ein Animationsabenteuer, das kindliche Neugier und erwachsene Reflexion spielerisch verbindet. „SpongeBob Schwammkopf: Piraten Ahoi!“ wird zur bunten Lektion über Wachstum, Selbstwirksamkeit und Reife. Ein pädagogisch überraschend gehaltvoller Kinoausflug für alle Generationen.

 

AVATAR: FIRE AND ASH

Mit AVATAR: FIRE AND ASH treibt James Cameron sein monumentales Weltentableau weiter voran – zwischen überwältigender Bildmacht und erzählerischer Erstarrung. Der Film entfaltet ein neues ideologisches und ästhetisches Spannungsfeld, ohne die bekannten Muster wirklich zu verlassen.

 

Jan & Henry

„Alle Augen zugemacht, wir schlafen jetzt die ganze Nacht!“ Jan & Henry, die beiden liebenswerten Erdmännchen-Brüder, sind längst feste Begleiter in der Abendroutine vieler Familien. Kein Wunder, dass ihr Motto längst Kult und aus deutschen Kinderzimmern kaum mehr wegzudenken ist.

 

Hochwertige Spannung zum Jahresausklang

Zum Jahresende erscheinen bei Titania Medien drei spannende neue Hörspiele, die nicht nur inhaltlich ein breites Interessensspektrum abdecken, sondern auch mit einer hochwertigen Produktion und spannenden und unterhaltsamen Inhalten überzeugen.

 

THERAPIE FÜR WIKINGER

Zwischen nordischer Groteske, therapeutischer Farce und existenzieller Melancholie entfaltet „Therapie für Wikinger“ eine ebenso anarchische wie berührende Komödie. Anders Thomas Jensen nutzt den Humor als Skalpell, um familiäre Traumata, Identitätskonstruktionen und soziale Zumutungen freizulegen. Ein Film, der Wahnsinn nicht ausstellt, sondern als menschliche Überlebensstrategie ernst nimmt.

 

 

DER MEDICUS 2

Mit „Der Medicus 2“ kehrt das historische Epos als opulente Fortschreibung einer europäischen Ideen- und Wissensgeschichte zurück. Zwischen mittelalterlicher Medizin, religiöser Dogmatik und politischer Macht entfaltet sich ein Film, der Historie weniger rekonstruiert als interpretiert.

 

 

THE DEATH OF SNOW WHITE

Ein radikal entgrenzter Märchenstoff wird zur feministischen Versuchsanordnung: „The Death of Snow White“ zerlegt vertraute Mythen von Schönheit, Macht und Weiblichkeit mit drastischer Körperlichkeit. Jenseits von Disney-Glättung und Nostalgie legt der Film die patriarchalen Strukturen offen, die das Märchen seit jeher durchziehen. Ein provokantes, widersprüchliches Werk, das weniger gefallen will als herausfordert – und gerade darin seine kulturkritische Relevanz entfaltet.

 

 

WILMA WILL MEHR

„Wilma will mehr“ erzählt leise, aber beharrlich von weiblicher Selbstermächtigung nach dem historischen Bruch der Wiedervereinigung. Zwischen Arbeitsmigration, ostdeutscher Erfahrung und feministischer Praxis entfaltet sich ein Film von großer gesellschaftlicher Sensibilität. Ein präzises Charakterporträt, das am Rand der großen Geschichte jene Stimmen hörbar macht, die allzu oft übergangen wurden.

 

 

 

HOLY MEAT

„Holy Meat“ ist eine furiose, ebenso wütende wie zärtliche Abrechnung mit Kirche, Kapital und kollektiver Heuchelei. Zwischen Provinzsatire und radikalem Performancekino entfaltet sich eine Sozialkritik von seltener formaler Kühnheit. Ein Film, der provoziert, ohne zu verachten – und der gerade darin seine größte Stärke entfaltet.

 

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